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NWZonline.de Region Cloppenburg Politik

Barßel bekommt ein neues Rathaus

20.09.2017

Barßel Eine richtungsweisende Entscheidung hat der Rat der Gemeinde Barßel in seiner Sitzung am Montagabend im Pfarrheim St. Ansgar Barßel an der Marienstraße mehrheitlich getroffen: Ein neues Rathaus, das sich dann schon aus Gründen der Fördermöglichkeiten Bürgerhaus nennt, soll in den nächsten Jahren im Bereich des jetzigen Gebäudes der Arbeiterwohlfahrt (Awo) an der Lange Straße entstehen. Dafür wird das dortige Gebäude abgerissen und die Awo bekommt Büroräume in dem dann neuen Verwaltungsgebäude. Das jetzige Rathaus wird ebenfalls abgerissen und das gesamte Areal neu gestaltet.

Nach bisherigen Schätzungen der Verwaltung belaufen sich die Kosten für einen Rathaus-Neubau an einem neuen Standort auf rund 4,6 Millionen Euro. Für einen Umbau/Sanierung und eine Erweiterung waren die Kosten auf 3,1 Millionen Euro beziffert worden.

Die CDU-Fraktion setzte statt auf die Sanierung und Erweiterung des jetzigen Gebäudes auf einen Neubau des Rathauses und brachte einen entsprechenden Antrag ein. Dafür votierten neben den eigenen Fraktionsmitgliedern (14) auch sechs Ratsmitglieder der SPD. Dagegen und stattdessen für eine Sanierung des bestehenden Rathauses sprach sich die gesamte Gruppe „Bürger-Fraktion (BFB)/Grüne (4) sowie von der SPD Ursula Nüdling und Judith Vey-Höwener und auch Bürgermeister Nils Anhuth (SPD) aus. Nicht anwesend waren die Ratsmitglieder Stefan Grotjann (CDU) und Felix Berndmeyer (BFB).

Bevor jedoch der erste Stein vermauert ist, soll sofort ein Architektenwettbewerb für den Neubau gestartet werden, damit man bei Förderprogrammen sofort durchstarten kann. Vor Baubeginn sind zudem sämtliche Fördermöglichkeiten für ein Bürgerhaus abzuklopfen.

Nicht mehr zeitgemäß

Die Begründung für einen Neubau lieferte CDU-Fraktionssprecher Hans Eveslage: „Die Fraktion hat sich sehr gründlich mit dem Rathausbau befasst und sich die Entscheidung nicht leicht gemacht. Die Menschen in der Gemeinde Barßel haben Anspruch auf ein modernes Dienstleistungszentrum.“ Die jetzigen Gebäude aus den Jahren 1968 und 1987 seien dafür in heutiger Zeit absolut nicht mehr geeignet. „Diese Hängepartie wollen wir heute im Interesse der Bevölkerung und der Mitarbeiter beenden“, betonte Eveslage. Ein Neubau sei für alle besser als die Sanierung und Erweiterung eines 50 beziehungsweise 30 Jahre alten Gebäudes. Rund drei Millionen Euro habe man bereits im Haushalt für die Jahre 2018 bis 2020 eingestellt.

„Es gibt gute Gründe für beide Varianten, aber man muss stets die Finanzen der Gemeinde im Auge behalten“, hatte die Fraktionssprecherin der SPD, Ursula Nüdling, argumentiert. Zwischen Neubau und Sanierung klaffe immerhin ein Loch von rund 1,5 Millionen Euro und das bei einem Schuldenstand der Gemeinde von circa elf Millionen Euro. Es gehe hier nicht um Wünsche, sondern um solide Finanzpolitik. „Wir haben noch anstehende Investitionen von 8,8 Millionen Euro zu bewältigen“, gab Nüdling zu bedenken. Sie sprach sich für eine Sanierung aus. Einen Fraktionszwang gäbe es bei der Abstimmung aber nicht.

Nicht noch mehr Schulden

„Wir sollten sparsam mit dem Geld umgehen und nicht noch mehr Schulden machen“, hatte der Sprecher der Gruppe BFB/Grüne, Josef Wagner, für eine Sanierung plädiert. Neben dem Rathausbau gäbe es viele wichtige andere Projekte. „Wir sollten die neuen Kostenschätzungen abwarten und dann handeln. Ab und zu bringen Architektenwettbewerbe ,goldene Wasserhähne’ zu Tage“, so Wagner.

Aus finanziellen Gründen kam aus Sicht von Bürgermeister Nils Anhuth nur eine Sanierung in Frage. Letztlich konnte sich der Vorschlag der Verwaltung „Umbau und Erweiterung des bestehendes Rathauses“ aber nicht durchsetzen.

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