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NWZonline.de Region Cloppenburg Politik

Barßel bekommt einen Behindertenbeirat

11.04.2018

Barßel Schon der Tagungsort der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Jugend, Familie, Senioren und Soziales der Gemeinde Barßel stand sinnbildend für einen in der Sitzung zu behandelnden Antrag. Kurzfristig wurde die Sitzung vom Rathaus in das Pfarrheim verlegt, da auch Gäste im Rollstuhl an der öffentlichen Sitzung teilnehmen wollten und nur dort ein entsprechend großer Raum im Erdgeschoss zur Verfügung steht. Die Gäste waren aber nicht zufällig da. Die SPD-Fraktion im Rat hatte den Antrag gestellt, in der Gemeinde Barßel einen Behindertenbeirat einzurichten. „Wir wollen in unserer Gemeinde Voraussetzungen schaffen, die es allen Mitbürgern ermöglichen, am sozialen und kulturellen Leben teilzunehmen. Durch die Mitwirkung eines Behindertenbeirates soll die Umsetzung einer Inklusion verbessert werden“, sagte Judith Vey-Höwener (SPD).

Zur großen Verwunderung der SPD-Fraktion zog die CDU in der Sitzung einen ähnlichen Antrag aus dem Hut, der nicht fristgerecht eingereicht worden war, aber von der Verwaltung zum Thema hinzugezogen wurde. „Die CDU-Fraktion und die Frauenunion Barßel beantragen, schnellstmöglich eine Person in der Funktion als Beauftragter für Menschen mit Einschränkungen zu berufen, um somit die Belange von betroffenen Bürgern der Gemeinde Barßel sowie deren Angehörigen in der Öffentlichkeit zu vertreten“, lautete es in dem Antrag, den Elisabeth Abeln (CDU) in der Sitzung vorlas.

Laut des CDU-Antrags sollte die Person in allen Fachausschüssen beratend tätig sein und für die Kommunikation mit einem digitalen Medium (Tablet-PC) ausgestattet werden sowie eine Aufwandsentschädigung von 120 Euro im Monat bekommen. Dafür müssten dann auch alle Rats- und Ausschusssitzungen in barrierefreien Räumen stattfinden.

„Eine Person alleine kann dies aber nicht durchführen – die Belastung wäre nach unserer Ansicht zu groß“, sagte Vey-Höwener. Um Erfahrungswerte eines Behindertenbeirates zu teilen, sprach Olaf Eilers aus Kampe, Mitglied im Friesoyther Stadtrat und dortigen Behindertenbeirat, in einer Sitzungsunterbrechung zu den Ausschussmitgliedern. „Aus meiner Erfahrung kann ich Ihnen nur empfehlen, den Beirat aus mehreren Personen mit unterschiedlichen Behinderungen bestehen zu lassen. Ich als Rollstuhlfahrer weiß nicht, welche Probleme ein Blinder oder ein Mensch mit einer geistigen Behinderung im Alltag zu bewältigen hat“, so Eilers. Ähnlich sah es auch Renate Hagel, Vorsitzende des Seniorenbeirats der Gemeinde Barßel: „Für eine Person ist die Belastung zu groß. Das könnte gerade bei behinderten Menschen auch zulasten der Gesundheit gehen.“

Letztendlich sprachen sich die Ausschussmitglieder einstimmig dafür aus, eine Behindertenbeirat mit mehreren Personen ins Leben zu rufen. „Wie das Gremium dann genau heißen soll und wie viele Personen dort tätig seien sollen, sollen von den Personen selbst bestimmt werden“, sagte Ausschussvorsitzender Josef Wagner (Bürgerfraktion) abschließend.

Heiner Elsen Friesoythe / Redaktion Münsterland
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