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NWZonline.de Region Cloppenburg Politik

Der Hafen und seine Örtchen

07.09.2018

Barßel Der Tourismus am Barßeler Hafen boomt. Das belegen nicht nur die Übernachtungszahlen, sondern auch der Wohnmobilstellplatz, dessen Kapazitätsgrenzen schon längst überschritten sind. Und auch die sanitären Anlagen im Bereich des Bootshafens können die Menge an Touristen und Besuchern kaum noch auffangen. So sollen nun neue Sanitäranlagen am Bootshafen geschaffen werden. Doch wo und in welcher Ausführung?

Genau dieses Thema führte am Mittwochabend in der Sitzung des Ausschusses für Kultur, Sport und Tourismus im Barßeler Rathaus zu großen Diskussionen. Einig waren sich alle Ausschussmitglieder, dass kurzfristig eine vernünftige Lösung am Hafen geschaffen werden muss. „Die Duschen und Toiletten an der Paddel- und Pedalstation, die auch von den Reisemobilfahrern mitgenutzt werden, reichen nicht mehr aus und sind auch etwas in die Jahre gekommen“, sagte Monika Weerts, Betreiberin der Paddel- und Pedalstation in einer Sitzungsunterbrechung. Ähnlich sah es auch Rolf Diekhaus, beratendes Mitglied. „Die Toiletten- und Duschsituation am Hafen ist beschämend.“ Und die Zeit bei dem Projekt drängt auch noch aus einem anderen Grund. „Es ist wichtig, dass sich der Ausschuss jetzt entscheidet, in welchem Umfang am Hafen gebaut werden soll. Denn wir hoffen auf Fördergelder. Die nächste Frist dafür endet am 15. September“, sagte Bauamtsmitarbeiter Hartmut Willhaus am Mittwoch.

Kommentar

Es ist ein Spiegelbild der Baukostensteigerung. 2012 ging es um die Planungen für ein Touristenbüro mit WC am Hafen. Die prognostizierten Baukosten: 210 000 Euro. Im Jahr 2018 werden allein für eine Art Toiletten-Container am Hafen ohne Touristenbüro 220 000 Euro fällig. Und in den sechs Jahren ist auch der Handlungsdruck vor Ort gestiegen – dafür sorgen nicht nur steigende Besucherzahlen, sondern auch der Traumspielpark. Wichtig ist es jetzt, dass zeitnah eine vernünftige Lösung gefunden wird. Und da hilft nur ein richtiges Gebäude. Öffentliche WC-Container, auch wenn sie nicht so aussehen, wirken auf Besucher immer wie eine Rasthoftoilette. Jetzt ist bei der Erstellung eines Gesamtkonzeptes für den Hafen Fingerspitzengefühl gefragt.

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„Wir hatten schon 2012 den passenden Antrag, ein vernünftiges Infogebäude mit Toiletten am Hafen zu errichten. Das war damals seitens der SPD nicht gewünscht“, sagte Michael Warnken (CDU). Die Planungen im Jahr 2012 wurden nach der Haushaltsberatung während der Ratssitzung am 19. Dezember verworfen. Damals waren für SPD und Bürgerfraktion aufgrund des Schuldenstands die Kosten für so ein Gebäude zu hoch. Das Touristenbüro am Hafen sollte damals 210 000 Euro kosten.

Ähnlich hoch sind die Kosten für das aktuell geplante Gebäude. „Eine Ausführung mit geschlechtergetrennten WCs, jeweils einer Dusche und in behindertengerechter Ausführung kostet rund 220 000 Euro. Die Förderung liegt ungefähr bei 50 Prozent, so dass die Gemeinde einen Eigenanteil von ungefähr 110 000 Euro begleichen muss“, so Willhaus weiter.

„Der Bedarf muss genau festgelegt werden. Dennoch sollten wir die aktuelle Frist nicht verstreichen lassen“, sagte CDU-Fraktionsvorsitzender Hans Eveslage. So sprachen sich die Ausschussmitglieder einstimmig dafür aus, die Variante mit zwei Duschen und zwei Toiletten in Angriff zu nehmen. Über Gestaltung und Ort soll dann später verhandelt werden. „Ich persönlich finde ein nicht-massives Toilettengebäude eher unvorteilhaft. Und auch über den Standort müssen wir noch reden“, so Eveslage. Dafür schlug Jan Block (CDU) einen Ortstermin vor.

Geplant ist zunächst einmal, das Toilettenhäuschen kurz vor dem Traumspielpark vor der Angela von Barßel aufzustellen. „Ich finde der Standort ist gar nicht schlecht. Dann müssen auch die Besucher des Traumspielparks nicht weit laufen“, sagte Hartmut Wrede (SPD). Falls eine Förderung klappt, sollen die Mittel noch in den Haushalt für 2019 eingeplant werden. „Der Topf ist nicht besonders groß. Doch wir sehen eine Chance“, sagte Erster Gemeinderat Michael Sope. Die weiteren Planungen sollen in das Hafen-Gesamtkonzept mit einfließen.

Heiner Elsen
Friesoythe
Redaktion Münsterland
Tel:
04491 9988 2906

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