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NWZonline.de Region Cloppenburg Politik

Thema Streetworker vorerst vom Tisch

11.09.2019

Barßel Braucht die Gemeinde Barßel einen „klassischen Streetworker“? Die SPD-Fraktion im Rat der Kommune sagt eindeutig „Ja“ dazu. Anders sieht es die CDU-Fraktion. Die lehnt die Einstellung eines Streetworkers vorerst ab und möchte zunächst die Haushaltsberatungen für 2020 sowie die Gründung des Präventionsrates abwarten.

Im Ausschuss für Jugend, Familie, Senioren und Soziales am Montagabend im Pfarrheim St. Ansgar in Barßel ist der Antrag der Sozialdemokraten kontrovers diskutiert worden. „Wir haben in der Gemeinde Barßel einige Bereiche, wo sich Gruppen von zumeist jugendlichen Personen aufhalten. Vandalismus und Verschmutzungen sind nur die geringsten Folgen“, begründete Ratsfrau Judith Vey-Höwener (SPD) das Ansinnen ihrer Partei.

Konsum von Drogen

„Hinzu kommt der Konsum von Drogen. Durch Zäune, wie sie die Christdemokraten an Schulen fordern, würden nur die Probleme an andere Orte verlagert.“ Die Ursachen könnten durch die Einstellung eines Streetworkers gelöst werden.

Der derzeitige Gemeindejugendpfleger stoße hier an seine zeitlichen Grenzen. Die Kräfte sollten gebündelt und es sollte daran gearbeitet werden, die Jugendlichen im Sinne der Prävention dort abzuholen und zu stärken, wo sich ihr Leben tatsächlich abspiele, meinte Vey-Höwener.

Streetworker oder auch Sozialarbeiter seien für viele Jugendliche, die auf die schiefe Bahn geraten sind, eine wichtige Hilfe, um in ihrem Leben wieder Fuß zu fassen. „Die Sozialpädagogen suchen die jungen Menschen in sozialen Brennpunkten auf, um ihnen verloren geglaubte Perspektiven aufzuzeigen und sie zu motivieren, sich selbst zu helfen“, meinte SPD-Fraktionsvorsitzende Ursula Nüdling. „Das Aufstellen von Zäunen geht mir gegen den Strich und ist für mich ein schräger Gedanke der CDU.“

Keine Einzäunung

„Ich glaube nicht, dass wir gerade in der Gemeinde Barßel viele Brennpunkte haben. Ein Jugendpfleger könnte das wohl abdecken. Auch wollen wir keine Einzäunung. Das spielt die SPD nun hoch“, sagte Ratsherr Hans Geesen (CDU). Zudem sei die Einstellung eines Streetworkers ein dicker finanzieller Brocken im Haushalt. Die Gründung des Präventionsrates möchte Ratsherr Ralph Schröder (CDU) abwarten. Zielgruppen von Streetworkern seien Personen mit fremdgefährdenden Verhaltensweisen, wie Obdachlose, Drogenabhängige oder Prostituierte. Die Drogenszene finde wohl nicht gerade auf der Straße und auf öffentlichen Plätzen statt. Daher verspreche man sich von einem klassischen Streetworker keinen Erfolg.

Durchaus als sinnvoll erachtete Bürgermeister Nils Anhuth (parteilos) so eine Stelle. „Wir sehen das als geeignetes Mittel einer präventiven, mobilen Jugendsozialarbeit im gesamten Gemeindegebiet“, sagte Anhuth. Etwas skeptisch war Ratsfrau Annegret Meyer (BfB). Eine volle Stelle als Streetworker hielt sie für überzogen. Sie regte zunächst eine Zusammenarbeit mit dem noch zu gründenden Präventionsrat an. Sechs Ausschussmitglieder stimmten gegen die Einstellung eines Streetworkers, fünf dafür.

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