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NWZonline.de Region Cloppenburg Politik

Sicherheit: „Alle Sorgen nehmen wir ernst“

07.10.2017

Barßel Es ist eines der kontrovers diskutiertesten Themen in der Gemeinde Barßel. „Natürlich nehmen wir alle Sorgen der Bürger ernst“, sagt Uwe Binias, niedersächsischer Landespolizeipräsident, der auf Einladung des CDU-Gemeindeverbandes und Karl-Heinz Bley (MdL) am Freitag nach Barßel kam, um sich diese Sorgen detailliert anzuhören. Sorgen machen sich die Bürger, laut CDU, um die Sicherheit auf den Barßeler Straßen und um einen Rückgang an Polizeipräsenz. „Die Menschen sind auf uns zugekommen. Sie nehmen die Polizei im Ort kaum noch war. Nach 16 Uhr werden die vier Nordkreisgemeinden zentral von Friesoythe aus betreut. Ein Streifenwagen braucht dann bis zu 20 Minuten, um einen Einsatz in Barßel zu erreichen“, sagt Ralf Lampen, Vorsitzender des CDU-Gemeindeverbandes in Barßel.

Problem ab 16 Uhr

Hintergrund ist die Umstrukturierung der Polizeistation Barßel. Seit 2013/2014 ist die Polizeistation in Barßel in der Woche von 8 bis 16 Uhr besetzt. Danach ist das neue zentrale Polizeikommissariat in Friesoythe zuständig – genauso wie am Wochenende. Insgesamt sind vier Kollegen für den Polizeidienst in Barßel eingeteilt. „Dann sind die Wege einfach zu lang und das Gebiet ist zu groß für zwei Streifenwagen“, sagt Lampen und belegt dies an zwei Beispielen aus der Vergangenheit, wo Bürger der Gemeinde fast 50 Minuten auf einen Streifenwagen gewartet haben sollen.

Doch der CDU geht es nicht nur um die langen Wege, sondern auch um die generelle Präsenz. „Viele Bürger, die an mich herangetreten sind, haben nachts Angst auf den Straßen. Einen Streifenwagen sieht man so selten“, so Lampen. „Natürlich fährt man auch da Streife, wo der Spint schneller in Reichweite ist“, fügt der CDU-Vorsitzende hinzu. Genau dafür wurde von der Partei am Anfang des Jahres eine Unterschriftenaktion gestartet.

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Gute Zahlen

Für Günther Schell, Leiter der Polizeiinspektion Cloppenburg-Vechta, ist das Problem ein subjektives. „Erlauben Sie mir ein bisschen Emotionalität, denn die Umstrukturierung der Polizeiarbeit im Nordkreis habe ich zu verantworten. Und seitdem sprechen die Zahlen für sich: Die Kriminalitätsrate ist wesentlich zurückgegangen“, so Schell. Gleichzeitig macht der Inspektionsleiter klar, dass es auch an Personal mangelt. „Es hat sich in den letzten Jahren viel geändert in der Polizeiarbeit. Die Polizisten wurden immer älter – der Nachwuchs kam nicht hinterher. Zurzeit bessert sich dies aber“, fügt Schell hinzu. Deutlich machte er aber auch, dass mehr Personal die Situation in Barßel nicht ändern würde. „Wenn wir noch mehr Kollegen für Barßel bekommen könnten, wäre es nicht logisch, die dort einzusetzen, weil es dort immer weniger Straftaten gibt. Die Zentralisierung nach Friesoythe machte deswegen absolut Sinn“, so Schell.

Ähnlich sieht das auch Johann Kühme, Präsident der Polizeidirektion Oldenburg. „Mehr Personal konnten wir an vielen Stellen gebrauchen – doch hier vor Ort ist die aktuelle Situation vollkommen ausreichend. Wir sind froh, dass es hier so friedlich ist.“

Hohe Dunkelziffer

Wichtig für die CDU in Barßel ist auf jeden Fall das Sicherheitsgefühl der Bürger. „Es sind ja nicht nur die angezeigten Straftaten. Es gibt wahrscheinlich auch eine hohe Dunkelziffer, die die Bürger weiter verunsichert“, sagt Hans Eveslage, Fraktionsvorsitzender der CDU im Barßeler Gemeinderat. Da helfe, so Eveslage, ein zusätzlicher Streifenwagen sicherlich.

Den konnte die Polizei aber nicht versprechen. „Doch der Dialog sollte erweitert werden und es sollte ebenfalls noch mehr Präventionsarbeit stattfinden“, so Schell.

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Heiner Elsen Friesoythe / Redaktion Münsterland
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