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NWZonline.de Region Cloppenburg Politik

Erstes Treffen mit Fabritius in Berlin

04.10.2018

Berlin /Scharrel Ein positives Fazit hat der Vorsitzende des Minderheitenrates, Karl-Peter Schramm aus Scharrel, bezüglich des ersten Treffens des Rates mit dem neuen Beauftragten der Bundesregierung für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten, Dr. Bernd Fabritius, am vergangenen Freitag in Berlin gezogen.

„Im Gespräch war Herr Fabritius sehr bemüht und interessiert an unseren Themen. Ich habe den Eindruck, er nimmt uns ernst und möchte die angesprochenen Probleme gemeinsam mit uns bewältigen“, zeigte sich Karl-Peter Schramm zufrieden. Als wichtig erachte er auch den Grundtenor der Sitzung: Die Sichtbarkeit der nationalen Minderheiten in Deutschland soll – die Bemühungen der vergangenen Jahre beachtend – gewährleistet werden. Die nationalen Minderheiten sollen als eigenständige Zielgruppe wahrgenommen werden.

Erfreut zeigte sich der Vorsitzende des Minderheitenrates auch darüber, dass Fabritius noch einmal lobend das große Engagement der Saterländer um den Erhalt des Saterfriesischen hervorhob. Fabritius war im Mai in der Gemeinde zu Gast gewesen und hatte die Grundschule Scharrel besucht. Dort führten die Schüler einen Teil des Theaterstücks „Oo, wät fluch is Panama“ auf. Er sei begeistert gewesen, berichtete Schramm.

Fabritius entschuldigte am Freitag das späte Zustandekommen des Treffens mit den vielen Verpflichtungen und Terminen seiner kurzen Amtszeit. Er besuchte selbst eine Minderheitenschule und versicherte, dass man auch aufgrund dieser persönlichen Vorerfahrung auf seine Unterstützung hoffen dürfe: „Ich verstehe mich Kraft meines Amtes als Anwalt der vier autochthonen nationalen Minderheiten in Deutschland.“

Thematisiert wurden die Forderungen aus dem jüngsten Entschließungsantrag des Bundestages im Jahr 2017, unter anderem die Forderung nach einer Novellierung des Namensänderungsgesetzes, in der es um die Möglichkeit für Sorbinnen geht, die in der sorbischen Sprache vorgesehene spezifische weibliche Form des Nachnamens zu führen. Hierzu wurde auf eine neue Arbeitsgruppe verwiesen.

Fabritius zeigte sich zudem sehr angetan und überzeugt von der Idee der geplanten interaktiven Wanderausstellung mit dem Ziel, die Mehrheitsbevölkerung über die vier nationalen Minderheiten in Deutschland zu informieren und für ihre Angelegenheiten zu sensibilisieren. Der Minderheitenrat fordert die Einrichtung zentraler Ansprechpartner in jeder Fraktion. Fabritius sagte zu, sich um Gespräche mit den Fraktionsvorsitzenden zu bemühen.

Im Vorfeld der Sitzung tagte erstmals der neu zusammengesetzte Beratende Ausschuss für Fragen der friesischen Volksgruppe beim Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat mit Vertretern der friesischen Organisationen und Mitgliedern des Bundestages. Neben Berichten der Minderheitenorganisationen wurde die Etablierung einer Friesenstiftung erörtert.

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