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NWZonline.de Region Cloppenburg Politik

Thomas Preuth verlässt Bündnis Bösel

15.02.2019

Bösel Der Knall kam am späten Donnerstagabend: Die FDP-Fraktion im Böseler Gemeinderat löst sich auf und Thomas Preuth wird aus dem Bündnis Bösel ausgeschlossen. Das erfuhr die NWZ aus sicherer Quelle. Damit wird Preuth künftig als Einzelabgeordneter in einem Fachausschuss nur noch mit beratender Stimme vertreten sein. Die Besetzung des Verwaltungsausschusses sowie der Fachausschüsse müssen nun neu berechnet werden.

Ob Thomas Preuth aus dem Bündnis ausgeschlossen wird oder nicht – darum drehte sich am Donnerstag im Bündnis Bösel energisch die Diskussion. Während ein Teil des Bündnisses als ein Ergebnis der Krisensitzung am Mittwochabend den Ausschluss Preuths als gesetzt angesehen hatte – davon ausgegangen war etwa Bernd Roder und mit ihm weitere Bündnis-Ratsmitglieder – sah Bündnis-Fraktionssprecher Matthias Preuth den Ausschluss nicht als Teil der Konsequenzen an.

  Verzicht auf VA

Einig waren sich die Bündnis-Mitglieder aber in folgenden Entscheidungen: Thomas Preuth wird den Sitz im Verwaltungsausschuss (VA) des Gemeinderates nicht antreten. Ferner wird er seine Sitze im Ausschuss für Wirtschaft, Umwelt, Planung, Bau und Verkehr sowie im Ausschuss für Jugend, Kultur, Sport und Familie zur Verfügung stellen. Den Sitz im VA soll Heinrich Müller übernehmen. FDP-Mann Müller bleibt weiterhin Mitglied im Bündnis Bösel. Eckhard Moorkamp soll für Thomas Preuth die Sitze in den Fachausschüssen besetzen.

Thomas Preuth selbst wollte noch am Mittwochmorgen im Gespräch mit der NWZ von einem Ausschluss nichts wissen. Er bedauere sehr, dass es soweit habe kommen müssen, wolle das Thema nun aber abschließen. Preuth bildete gemeinsam mit Heinrich Müller (FDP) eine Gruppe, die sich nach der Kommunalwahl mit der SPD-Fraktion zum Bündnis Bösel zusammengeschlossen hatte.

Hintergrund der Entscheidung ist die verbale Entgleisung Preuths nach der jüngsten Ratssitzung. Er hatte den CDU-Fraktionsvorsitzenden Ludger Beeken mit den Worten bedroht: „Du musst demnächst aufpassen, wenn du über die Straße gehst.“ Zu dieser Entgleisung war es gekommen, nachdem Beeken Preuth in der Ratssitzung kritisiert hatte. Dem Bündnis vorgeworfen worden war von Seiten der CDU-Fraktion, sich zum Spielball Preuths machen zu lassen, weil Preuth nach der Hälfte der Legislaturperiode anstelle von Eckhard Moorkamp zum 1. April in den Verwaltungsausschuss aufrücken sollte – ein Posten, der ihm in der CDU-Fraktion, zu der er noch vor der Kommunalwahl gehört hatte, verwehrt geblieben war.

  Entscheidung begrüßt

Das Bündnis hatte persönliche Konsequenzen von Preuth gefordert – SPD-Fraktionsvorsitzender Bernd Roder hatte sogar explizit den Ausschluss Preuths aus dem Bündnis verlangt – zu dem es nun auch gekommen ist.

CDU-Fraktionsvorsitzender Ludger Beeken begrüßte im Gespräch mit der NWZ, dass das Bündnis zu einer Entscheidung bezüglich des VA-Sitzes gekommen sei. „Jetzt sollten wir wieder gemeinsam zur politischen und sachlichen Diskussion übergehen, es gibt genügend zu tun in Bösel.“

  Spitze gegen CDU

Eine Spitze gegen den CDU-Gemeindeverband wollte sich Bündnis-Sprecher Matthias Preuth nicht verkneifen: Der CDU-Gemeindeverband hatte in einer Pressemitteilung bedauert, dass durch den VA-Wechsel Preuth für Moorkamp der Ortsteil Petersdorf nicht mehr im Verwaltungsausschuss vertreten sei. Die CDU selbst habe doch den Petersdorfer Ratsherren Peter Möhlmann aus ihren Reihen nicht dafür vorgeschlagen, so Preuth. Und der Bündnis-Vorschlag Moorkamp für den Posten eines der drei ehrenamtlichen Bürgermeister sei von der CDU-Fraktion blockiert worden.

Reiner Kramer stv. Redaktionsleitung Friesoythe / Redaktion Münsterland
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