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NWZonline.de Region Cloppenburg Politik

Hochzeit in Scheune oder im Zug

18.01.2019

Bösel Das Standesamt des Rathauses hat eher überschaubaren Charme. Dabei wird hier ein Bund fürs Leben geschlossen, eine Entscheidung mit weitreichenden Auswirkungen besiegelt. Besondere Rahmen für diesen Tag bieten sich möglicherweise bald in Bösel. So können die Böseler künftig möglicherweise in einem Trauzimmer einer historischen Scheune die Ringe tauschen. Oder in dem Hochzeits-Eisenbahnwaggon der Museumseisenbahn.

Der Heimatverein Bösel möchte auf dem Gelände „Am Pallert“ eine zusätzliche Scheune errichten, um darin die landwirtschaftlichen Geräte unterzubringen und auszustellen. Darin könnte auch ein Trauzimmer untergebracht werden. Eine Scheune ist bereits in Garrel gefunden. Der Monumentendienst hat sie begutachtet und festgestellt: Das Ständerwerk ist zwar zum Teil geschädigt, aber erhaltenswert. Museumswart Benjamin Dirks ermittelt derzeit die Kosten für den Rückbau und Wiederaufbau der Scheune und für die notwendigen Reparaturen.

Fördergelder könnten aus dem Leader-Programm fließen. Allerdings sei der dafür in Frage kommende Bereich bereits jetzt „fast komplett abgeschöpft“, wie Josef Runden von der Gemeinde informierte. Denkbar wäre auch eine Förderung aus Mitteln der Dorferneuerung. Zunächst wurden für die Planung und Konzeption der Nutzung Kosten in Höhe von 5000 Euro in den Haushaltsplan 2019 eingestellt.

Der Verein Museumseisenbahn Friesoythe-Cloppenburg möchte einen Waggon für Hochzeiten oder Veranstaltungen herrichten, Kosten: rund 105 000 Euro. Fördergelder sollen aus dem Leader-Programm (31 500 Euro) sowie durch verschiedene Stiftungen (20 000 Euro) fließen. Die Gemeinde Bösel beteiligt sich laut Haushaltsentwurf mit 2500 Euro.

Ein verhältnismäßig kleiner Betrag angesichts der Rekordinvestition von rund fünf Millionen Euro in diesem Jahr. Die sind nur zu schultern, weil der Haushalt der Gemeinde mit positiven Zahlen ins neue Jahr geht. Die legte Bürgermeister Hermann Block am Mittwochabend in den Fachausschüssen vor. Ein Gewinn in Höhe von rund einer Million Euro steht statt des eingeplanten Verlustes in Höhe von 211 000 Euro zu Buche. Ohne Kassenkredit und Neuverschuldung kam die die Gemeinde 2018 aus. Der Kassenbestand liegt bei 1,5 Millionen Euro. Auch für 2019 wird mit einem Gewinn gerechnet.

Allerdings geht der Verwaltungschef davon aus, dass der Haushalt nur eine Halbwertszeit von etwa einem halben Jahr haben werde, möglicherweise noch vor der Sommerpause werde ein Nachtragshaushalt aufgestellt werden müssen. Das hängt mit bislang nicht genau zu kalkulierenden Positionen zusammen – etwa dem Beitrag zur Kreisschulbaukasse.

  Kreisschulbaukasse

Der Kreis hatte laut Verwaltung im vergangenen Jahr mitgeteilt, dass sich der Beitrag auf dem Niveau der Vorjahre einpendeln werde: 66 500 Euro. Kurz vor Jahresende dann die Mitteilung: Der Beitrag wird auf 71 507 Euro steigen. Auf erneute Nachfrage habe der Landkreis nun mitgeteilt, dass sich der Beitrag voraussichtlich um rund 53 500 Euro auf dann 120 000 Euro erhöhen werde. Eine verbindliche Berechnung gibt es erst zu Ostern. „Nicht mehr nachvollziehbar“, schimpft Bürgermeister Block. Er will das Thema mit den übrigen Bürgermeistern und dem Landrat besprechen.

  Kultur und Kinder

Weitere den Ausschuss für Jugend, Kultur, Sport und Familie betreffende Positionen sind: 9200 Euro zahlt Bösel für die Kreismusikschule. Mehr als 100 Schüler aus Bösel nehmen dort Unterricht.

Für die Umsetzung des beitragsfreien Kindergartens erhöht das Land die Finanzhilfen zu den Personalkosten. Im laufenden Kindergartenjahr wird der Satz von 20 auf 55 Prozent erhöht und soll bis 2021/2022 auf 58 Prozent jährlich steigen. Für Bürgermeister Hermann Block nicht genug: „Wir brauchen mindestens 60 Prozent.“

Einen um 60 000 Euro geringeren Zuschuss zu den Betriebskosten der katholischen Kindertagesstätten muss die Gemeinde an die Kirchengemeinde zahlen – insgesamt rund 900 000 Euro. Hintergrund ist ein neuer Finanzierungsschlüssel.

35 000 Euro sind eingeplant für die Umrüstung der Flutlichtköpfe im Parkstadion sowie die Erneuerung des Ballfangzauns. Das bisherige Flutlicht blendet die Bewohner im Bereich des ehemaligen Spielplatzes, hatte ein Lichtimmissionsgutachten ergeben.

100 000 Euro hat die Gemeinde zunächst in den Haushalt für den Pfarrheim-Neubau eingeplant, der auch Jugendheim erhalten soll. Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 1,2 Millionen Euro. Sollte allerdings Geld nach den Richtlinien über die Gewährung von Zuwendungen zur Förderung der integrierten ländlichen Entwicklung vom Land (Runden: „völlig überzeichnet“) oder aus der Städtebauförderung fließen, „müssen wir die 100 000 Euro nochmals hinterfragen“, so Block. CDU-Mitglied Heiko Thoben meinte, die Kommune solle das Projekt „in jedem Fall“ unterstützen.

Die katholische Kirchengemeinde St. Cäcilia möchte zudem die Außenspielplätze der Kindertagesstätten in der Gemeinde erneuern. Holzspielgeräte sind zum Teil marode, die Spielplätze sind rund 25 Jahre alt. Die Gesamtkosten werden derzeit noch ermittelt. Die Gemeinde hat im Haushalt 2019 einen Zuschuss in Höhe von 50 000 Euro veranschlagt. In diesem Jahr soll zunächst der Spielplatz an der Kita St. Anna saniert werden, im Jahr drauf folgt St. Franziskus, dann St. Raphael.

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Reiner Kramer stv. Redaktionsleitung Friesoythe / Redaktion Münsterland
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