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NWZonline.de Region Cloppenburg Politik

Verbale Entgleisung im Rat

05.02.2019

Bösel Eklat in der Ratssitzung: Kaum hatten die Pressevertreter nach der öffentlichen Sitzung des Gemeinderates den Ratssaal verlassen, sorgte Thomas Preuth für Aufregung unter den Ratsmitgliedern. Der FDP-Ratsherr im Bündnis Bösel bedrohte den CDU-Fraktionsvorsitzenden Ludger Beeken mit dem Worten an: „Du musst demnächst aufpassen, wenn du über die Straße gehst.“ Hintergrund dieses verbalen Aussetzers: der Wechsel im Bündnis in der Besetzung des Verwaltungsausschusses (VA). Neben Bernd Roder hatte bisher Eckhard Moorkamp die Gruppe im VA vertreten. Der Gemeinderat sollte nun zustimmen, dass anstelle von Moorkamp Thomas Preuth in den VA wechselt – und tat das letztlich in geheimer Abstimmung.

Dieser Posten war Preuth nach der Kommunalwahl 2016 verwehrt geblieben. Damals war er für die CDU in den Gemeinderat eingezogen und hatte in einer internen Sitzung Ansprüche auf einen VA-Sitz angemeldet, dafür allerdings keine Mehrheit erhalten. Offenbar im Ärger darüber verließ er die CDU-Fraktion und schloss sich der FDP an, die – mit SPD- und parteilosen Ratsmitgliedern – sich dann zum Bündnis Bösel zusammengeschlossen hat. Und nun kommt Preuth zur Hälfte der Legislaturperiode doch noch zu seinem VA-Sitz – was zu deutlichem Unmut bei CDU-Mitgliedern führte. Heiko Thoben kritisierte etwa, das Bündnis würde sich „zum Spielball“ machen lassen. Ludger Beeken hatte den Wechsel als „politisch nicht in Ordnung“ bezeichnet.

Nachdem der Eklat hohe Wellen geschlagen hatte, hatte sich Preuth am Samstagmorgen bei Beeken entschuldigt. Der hatte die Entschuldigung auch angenommen, bestätigte Beeken im Gespräch mit der NWZ. Für ihn sei die Sache damit erledigt. Er hoffe nun, dass Preuth seine Ankündigung einer vernünftigen Zusammenarbeit auch wahr mache. Thomas Preuth war am Montag für eine Stellungnahme nicht erreichbar.

Bündnis-Sprecher Bernd Roder begrüßte die Entschuldigung Preuths. Ohne diese Entscheidung, stellt Roder unmissverständlich klar, hätte er sofort „aufgehört“ im Rat. Er selbst habe sich auch bei Beeken entschuldigt. Bündnis Bösel und CDU-Fraktion pflegten schließlich eine „konstruktive Zusammenarbeit“. Das solle auch so bleiben. Roder fordert von Preuth aber auch eine Entschuldigung im Gemeinderat. „Er hat uns ja alle mit dieser Aussage getroffen.“

Bei der Kommunalwahl 2016 hatte Preuth 317 Stimmen erreicht. Zur CDU war er im Jahre 2006 gewechselt, nachdem die Unabhängige Wählergemeinschaft (UWB) aufgelöst worden war.

Reiner Kramer stv. Redaktionsleitung Friesoythe / Redaktion Münsterland
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