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NWZonline.de Region Cloppenburg Politik

Erste Erwähnung bereits 1319

22.03.2019

Bokelesch Bereits 700 Jahre ist es her, dass das Johanniter-Kloster Bokelesch und damit der spätere saterländische Ortsteil Bokelesch erstmalig urkundlich erwähnt wurde. Genauer gesagt war es am 8. September 1319 durch den Groninger Vergleich. Und dieses Jubiläum soll mit Unterstützung von Kirche und den Gemeinden Saterland und Barßel am Sonntag, 8. September, gefeiert werden. Was an dem Tag geplant ist, stellten am Donnerstag Joachim Bunger vom Informationszentrum Bokelesch und Norbert Schulte, erster Vorsitzender des Fördervereins „Johanniterkapelle Bokelesch“, vor.

So soll es gegen 10.30 Uhr einen Gottesdienst geben, den Pfarrer Ludger Fischer und August Vornhusen zelebrieren. Letzter sowie Weihbischof Wilfried Theising, der leider nicht am Jubiläum teilnehmen kann, sind die einzigen Ritter des Malteserordens in der Region. Der Gottesdienst, der auch musikalisch umrahmt werden soll, wird allerdings nicht in der Johanniterkapelle gefeiert. Da dort nicht ausreichend Plätze zur Verfügung stehen, wird ein Zelt beim Infozentrum aufgestellt.

Danach soll es ein buntes Programm geben. „Das ist derzeit noch in Vorbereitung“, sagte Schulte. Der Förderverein rechne an dem Tag mit circa 200 bis 300 Gästen. Auch die Hospitaliter Kommende Norden werde Bokelesch zum Jubiläum wieder einen Besuch abstatten, sagte Bunger, der übrigens nur noch bis zum Ende des Jahres für das Infozentrum verantwortlich sein wird. Danach wird er in den Ruhestand gehen.

Zum 700-jährigen Bestehen von Bokelesch soll zudem ein Buch von Prof. Dr. Jochem Küppers aus Jüchen erscheinen. Er hat ein Nachfolgebuch des Buches „Die Johanniterkapelle Bokelesch“ geschrieben, das 2005 erstmals veröffentlicht wurde und mittlerweile vergriffen ist. Das neue Buch wird in Zusammenarbeit mit dem Förderverein verlegt. Vor allem Ehrenvorsitzender Gerd Olling habe dieses Vorhaben unterstützt, sagte Schulte.

Kleine Serie startet

Angelehnt an die Ausarbeitungen von Heinrich Schulte, Friesoythe 1951: „Saterland – Ein Land der Friesen“, erschienen im Selbstverlag des Schulzentrums Saterland, wird Joachim Bunger im Jubiläumsjahr in der NWZ in einer kleinen Serie über die Geschichte des Klosters Bokelesch schreiben.

Das Infozentrum hat ab April mittwochs, freitags und sonntags jeweils von 14 bis 18 Uhr geöffnet.

Aber im Jubiläumsjahr ist noch mehr geplant. So möchte Bunger nach dem Saisonstart im April regelmäßig Führungen durch die Kapelle anbieten. Diese war seinerzeit Bestandteil des Klosters. „Es gibt sicherlich noch Mauerreste vom Kloster im Boden“, so Bunger. In Richtung Norden und Osten könne man bestimmt noch etwas ohne größere Grabungen finden. „Es wäre schön, wenn wir das ein wenig wissenschaftlich begleiten könnten“, sagte Bunger. Dazu sollen Gespräche mit Bürgermeister Thomas Otto geführt werden. Denn alte Geschichten und Legenden gebe es genügend, jedoch keine Beweise, fügte Schulte hinzu.

Viele Vermutungen gebe es auch bezüglich einer alten Richtstätte der Johanniter auf dem Gelände. „Es ist nur bekannt, dass sie eine Gerichtsbarkeit bekommen haben, die auf das Kloster beschränkt war“, sagte Bunger. „Es gibt jedoch keine Unterlagen mehr. Vielleicht sind diese bei der Zerstörung des Klosters 1623 mit zerstört worden oder vorher schon verloren gegangen“, mutmaßte er. Der Findling, der auf der Richtstätte lag, befindet sich heute vor der Johanniterkapelle.

Das Jubiläum wird von der Gemeinde Barßel mit bis zu 3500 Euro bezuschusst (50 Prozent des Zuschusses der Gemeinde Saterland), da Teile der ehemaligen Johanniterkommende heute auf dem Gebiet der Gemeinde liegen.

Die Gemeinde Saterland hat dem Förderverein einen Zuschuss in Höhe von maximal 7000 Euro als Fehlbedarfsfinanzierung für die Einbindung des Buches und die Feier gewährt – unter Voraussetzung, dass die Finanzierung des Projektes gesichert ist.

Tanja Mikulski Friesoythe / Redaktion Münsterland
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