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NWZonline.de Region Cloppenburg Politik

Feldzug mit schlimmen Folgen

05.07.2019

Bokelesch Im Dezember des Jahres 1623 unternahm der auf protestantischer Seite kämpfende Söldner und Heerführer Graf Peter Ernst II. von Mansfeld einen Vorstoß auf Altenoythe. Kommend von Stickhausen nutzte er den gefrorenen Boden, um durch das Saterland ziehen zu können. Hierbei zerstörte er das Kloster Bokelesch und beschädigte die Kapelle stark.

Anschließend legte er das Saterland in Schutt und Asche. Vermutlich wurde dabei auch die Antonius Kapelle in Hollen zerstört. Auch die Sage über den Raub der Scharreler Glocke, deren Rückeroberung und die darauf folgende Versenkung der Glocke im Krätseldobben hat hier ihren Ursprung.

Am Weihnachtstag 1623 unterlag er in der Schlacht bei Altenoythe gegen das Heer der katholischen Liga. In den Visitationsberichten, in den Jahren nach dem 30-jährigen Krieg, wird die Kapelle als verwüstet bezeichnet. Als Ruinen sind nur die Mauern und das Chor noch einigermaßen erhalten geblieben.

Den Wiederaufbau vollzog der Komtur Friedrich Korf (genannt Schmiesing zu Münster und Steinfurt) aus Mitteln des Ordens. Die Restaurierung wurde, sobald die wirtschaftliche Lage nach dem 30-jährigen Krieg dies gestattete, durchgeführt.

Eine größere Rechnungsausgabe des Lagerbuches dieser Zeit für die Restaurierung beträgt 539 Rheinische Taler und 35 Schillinge. Außerdem sind weitere Rechnungsbeträge aufgezeichnet und es wird 1677 ausdrücklich hervorgehoben, dass die Wiederherstellung der Kirche viele Kosten verursacht habe. Genannter Korf Schmiesing stiftete 1632 ein noch erhaltenes Messbuch an die Kommende. Außer der Kirche war auch das „Baillihaus“ (Haus des Verwalters) zerfallen, davon wird 1656 berichtet.

Ob weitere Zerstörungen der Gebäude zur Zeit des 30-jährigen Krieges in Bokelesch erfolgten, ist unbekannt. Doch lassen hierauf die nieder-schriftlich erwähnten Reparaturen verschiedener Gebäude und Stallungen schließen. Dass zu Osterhausen auch die Holzbestände gelichtet wurden, ist 1643 mitgeteilt. Die Lage an der Sater Ems war zum Abtransport besonders günstig. So wird berichtet, dass die Hessen auf einmal 72 Stämme schlugen und auf Booten nach Friesland wegfahren ließen.

1638 wurde Barßel von hessischen Truppen gebrandschatzt, diese waren seid 1637 in Ostfriesland gegen den Willen der Ostfriesischen Grafen stationiert und blieben bis 1650. Der Krieg hinterließ ein zerstörtes Saterland und die Bevölkerung war durch den Krieg und sich ausbreitende Seuchen stark dezimiert. Es bedurfte für die nachfolgenden Generationen große Anstrengungen, wieder ein auskömmliches Leben zu führen.

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