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NWZonline.de Region Cloppenburg Politik

Bürgermeisterkandidat macht einen Rückzieher

15.02.2014

Cloppenburg Die für diesen Sonnabend geplante Präsentation des gemeinsamen Bürgermeisterkandidaten von SPD, UWG und Grünen fällt aus: Rechtsanwalt Moritz Weirauch (30) aus Wittenberg hat dem Dreierbündnis ohne Angabe von Gründen kurzfristig abgesagt.

„Kalte Füße bekommen“

„Herr Weirauch hat uns mitgeteilt, dass er es sich anders überlegt hat. Er muss wohl kalte Füße bekommen haben“, erklärte der stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende Adem Ortac am Freitag auf Anfrage der NWZ . Die SPD wolle nun alles daran setzen, doch noch einen Bürgermeister-Kandidaten für die Wahl am 25. Mai zu präsentieren. Es gebe, so Ortac weiter, einen Plan B. Namen wollte er indes nicht nennen. In Ratskreisen wurden zuletzt vor allem Stefan Riesenbeck (in Cloppenburg wohnendes SPD-Kreistagsmitglied) und Ratsherr Rolf Bornemann genannt.

Gerüchte, nach denen Gabriele Groneberg, die just – wie berichtet – wieder in den Bundestag nachgerückt ist, dieser Plan B sein könnte, dementierte Ortac. Der Name Groneberg sei vor Monaten mit vielen anderen Namen genannt worden, bevor die SPD sich entschlossen habe, einen gemeinsamen Kandidaten mit Grünen und UWG per Zeitungsannonce zu suchen.

Keinen eigenen Alternativ-Kandidaten haben die Grünen in der Hinterhand. Fraktionschef Michael Jäger sprach am Freitag von einem „massiven Vertrauensverlust“. Es sei offenbar nicht möglich, in einer Dreierkonstellation einen gemeinsamen Bürgermeister-Kandidaten diskret aufs Schild zu heben, ohne dass im Vorfeld Informationen an die Öffentlichkeit gelangten. „Wir werden die Sache jetzt abhaken und uns anderen Dingen zuwenden.“

Mit der Absage Weirauchs ist auch die Gründung der „Initiative 2020“ hinfällig, die an diesem Sonnabend um 14 Uhr im Restaurant Fleming an der Mühlenstraße erfolgen sollte. Die Mitglieder von SPD, Grünen und UWG hätten – wie berichtet – per Unterschrift die Liste ins Leben rufen sollen, auf der Weirauch hätte antreten wollen. Anschließend sollte der Jurist per Urwahl nominiert werden. Die Einladungen zu der Veranstaltung waren offenbar am vergangenen Montag „vertraulich“ unter den Parteimitgliedern verteilt worden.

Kritik von Mutlu

Yilmaz Mutlu, Sprecher der FDP/Zentrum-Gruppe, sparte am Freitagmittag auf NWZ -Anfrage nicht mit Kritik an SPD, UWG und Grünen: Diese hätten viele Jahre Zeit gehabt, sich ernsthaft mit dem Thema Bürgermeisterwahl auseinanderzusetzen. Falls es noch gelinge, einen Alternativvorschlag aus den eigenen Reihen zu finden, müsste dieser bereit sein, als Zählkandidat eine programmierte Niederlage einzufahren.

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