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NWZonline.de Region Cloppenburg Politik

Don Bosco: Harsche Kritik an Salesianern

12.08.2020

Calhorn „Absolut enttäuscht“ zeigt sich die SPD-Fraktion im Essener Gemeinderat nach der Schließung und dem angedachten Verkauf der Jugendbildungsstätte Don Bosco in Calhorn. Nach der themenbezogenen SPD-Fraktionssitzung mit Vertretern der Calhorner Koordinierungsgruppe habe man diese enttäuschte Schlussfolgerung gezogen, sagt der Vorsitzende Detlef Kolde.

Bereits Anfang Februar 2019 traf die Deutsche Provinz der Salesianer Don Bosco mit Hauptsitz in München die Entscheidung, den Calhorner Standort aufgeben zu wollen. Zuvor seien weder die Behörden, die Gemeinde und auch nicht die Bauerschaft in Calhorn über diesen Schritt informiert, teilt die SPD mit. So hätten sich damals viele Fragen bis hin zu einer anstehenden Nachnutzung ergeben.

Großer Einschnitt

Der Rückzug aus Calhorn, wo seit 1974 Ordensmitglieder in der Jugendbildungsstätte Haus Don Bosco, in der Pfarrseelsorge und in weiteren Seelsorgsangeboten in vielen Gemeinden – zuletzt in der Pfarrei St. Bartholomäus Essen (Pater Bernhard Seggewiß) und St. Petrus Lastrup (Pater Walter Körbes) – tätig waren, bedeutete für die Salesianer einen großen Einschnitt. „Der zahlenmäßig starke Rückgang der Mitbrüder in den vergangen Jahren zwingt uns zur Konzentration unserer Gemeinschaften. Dabei gilt es leider auch, sich von Orten mit langer Tradition zu verabschieden. Das tut uns sehr leid“, erläuterte Pater Reinhard Gesing bereits im Februar 2019.

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Schleppende Gespräche

Zum 31. Juli wurde die Einrichtung in Calhorn geschlossen. Die bisherigen Verhandlungen mit den kirchlichen Verantwortlichen seien nur sehr schleppend beziehungsweise überhaupt nicht durchgeführt worden, so die Aussagen auf gesprächsbereiter Seite, sagt der SPD-Fraktionsvorsitzende Kolde. Stattdessen müsse man in der Gemeinde Essen nun erfahren, dass das Provinzialat der Salesianer Don Bosco ein Immobilien-Büro in München mit dem Verkauf des Geländes beauftragt habe.

Für eine Grundstücksfläche von circa 25 213 Quadratmeter soll das Anfangsgebot von 2,9 Millionen Euro vorstellbar sein. „Das ist doch eine absolut unrealistische Zahl für das uns bekannte Gelände. Weder die Gebäude noch das Gelände selbst spiegeln aus historischen und auch wirtschaftlichen Gründen einen solch überhöhten Preis wider,“ so SPD-Ratsherr Michael Schneiders.

Kirche in Verantwortung

SPD-Politikerin Renate Biemann ergänzt dazu: „Das Verhalten der Kirche ist absolut enttäuschend. Gerade eine christliche Vereinigung muss sich doch Gedanken über eine sinnvolle Nachnutzung machen und nicht nur den wirtschaftlichen Erfolg dabei sehen. Dann muss sich die Kirche auch nicht über weitere und hier insbesondere fallbezogene Kirchenaustritte wundern.“

Die SPD-Fraktion Essen erhoffe sich noch einen gütlichen Ausgang und einen fairen Umgang miteinander. „Don Bosco obliegt einer christlichen und sozialen Verantwortung in dieser Sache und muss ein anderes Verhalten an den Tag legen“, kritisiert Kolde. Die Gemeinde Essen werde sich mit Sicherheit dem Thema einer sinnvollen Nachnutzung widmen und eventuell eine baurechtliche Veränderungssperre für das Gelände erwirken, um eine schädliche Entwicklung in der Bauerschaft Calhorn zu verhindern.

Mareike Wübben Cloppenburg / Redaktion Münsterland
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