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NWZonline.de Region Cloppenburg Politik

Eine Riesenchance für Cappeln

23.11.2017

Cappeln Der bereits als Ganzes genehmigte Dorfentwicklungsplan für Cappeln stellt für die Gemeinde eine Riesenchance dar. Darin waren sich Bürgermeister Marcus Brinkmann, der Arbeitskreis-Motor Jochen Freese und die Landschaftsarchitektin Astrid Vieth, Geschäftsführerin des von der Gemeinde beauftragten Planungsbüros IPW, einig. Vieth erläuterte vor mehr als 100 Besuchern am Dienstagabend im „Waikiki“ die fast unendlichen Möglichkeiten, die sich für die Gemeinde, Vereine, aber auch für private Investoren auftun.

Die Leitlinie ist, Impulse für die Zukunft zu geben, traditionelle Werte im Dorf zu erhalten und zu fördern, die Lebensbedingungen zu verbessern und das Gemeinschaftsleben zu stärken. Die Förderquoten sind allerdings ein wenig unübersichtlich und reichen von 35 Prozent für private Investitionen über 63 Prozent für öffentliche Maßnahmen bis zu 73 Prozent für Initiativen aus Vereinen. Die Förderhöchstsummen betragen bis zu 500 000 Euro für Vereine. Für private und öffentliche Investitionen liegen sie weit darunter.

Gefördert wird nach Vieths Aussagen so gut wie alles, was dem Dorf nutzt. Das reicht vom Abriss von Gebäuden bis zur Umnutzung, von Existenzgründungen in der Basisversorgung (Schlachter, Bäcker, Dorfladen und vieles mehr) bis zur Umgestaltung von öffentlichen Plätzen und Straßen oder das Anlegen von Gewässern. Auch die Sanierung von Dächern, Fassaden oder Fenstern und Türen von Gebäuden ist förderfähig.

Die Landschaftsarchitektin zeigte den Interessenten anhand von Dias aus Neuenkirchen-Vörden, Menslage und aus anderen Gemeinde Beispiele. Auch dort habe ihre Firma die Dorfentwicklung begleitet. Da wurden aus alten Scheunen Büro- und Wohnräume, abrissreife Gebäude wurden saniert und als Wohnraum umgestaltet, und in Neuenkirchen wurde aus dem alten Bahnhof ein Kulturbahnhof in Trägerschaft eines Vereins, der sich sehen lassen kann.

Was müssen Interessenten tun? Zunächst muss eine Idee her, dann ein grobes Konzept– und dann helfen Vieth und ihre Mitarbeiter, aber auch die Gemeinde Cappeln. Auf keinen Fall sollten potenzielle Investoren aber anfangen, bevor ein schriftlicher Bescheid im Briefkasten ist: Also die neuen Dachpfannen schon hinterm Haus haben und dann erst den Antrag stellen – das funktioniert nicht, sagte Vieth.

Der nächste Antragsstichtag ist der 15. September 2018. Bis dahin sollte das Projekt ausreichend umrissen und beantragt sein. Der Förderzeitraum läuft bis 2024, die Antragsfrist immer bis zum 15. September. Wie viel Geld konkret zur Verfügung steht, wurde nicht deutlich. Es stünden mehrere Fördertöpfe zur Verfügung, sagte Vieth.

Brinkmann hatte die Besucher und Experten zu Beginn der Veranstaltung begrüßt. Es sei die zweite Bürgerversammlung in Sachen Dorfentwicklung. Seit der ersten Tagung im Sommer 2015 habe sich schon viel getan, sagt er und verwies auf den Arbeitskreis unter der Leitung von Jochen Freese. Man habe sich schon sehr intensiv mit Projekten aus allen Gemeindeteilen beschäftigt, sagte Freese. Exemplarisch wurde die Bushaltestelle in Schwichteler genannt, die mit Ruhebänken und einem Fahrradständer aufgehübscht werden soll, aber auch die Umgestaltung des Cappelner Ortskerns. Auch hier seien die Pläne weit fortgeschritten. Ruhezonen, Spaß- und Spielmöglichkeiten und mehr sollen das Zentrum zu einem Ort der Begegnung machen. Ausgearbeitet sind auch schon Pläne, das Schützenhaus zu einem Treffpunkt für die ganze Dorfgemeinschaft weiterzuentwickeln.

All die Pläne für Maßnahmen im öffentlichen Raum müssen vorab vom Gemeinderat abgesegnet werden, denn Zuschüsse setzen einen Eigenanteil voraus. Diese Mittel müssen von der Politik bereitgestellt werden.

Peter Linkert Redaktionsleitung Cloppenburg / Redaktion Münsterland
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