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NWZonline.de Region Cloppenburg Politik

Gemeinderat Cappeln: Kleinere Variante wird gebaut

19.02.2020

Cappeln Der Sitzungssaal im Cappelner Rathaus platzte am Montagabend aus allen Nähten. Längst nicht alle Bürger fanden einen Sitzplatz. Nicht nur für Bürgermeister Marcus Brinkmann ein Indiz dafür, dass ein neues Rathaus dringend notwendig ist. Neu auch deshalb, weil alleine die Beseitigung der Mängel im Rathaus schon rund 780 000 Euro teuer würde.

Die entscheidung

Nun also ein Neubau. Die Frage, in welcher Form der geschaffen werden soll, beschäftigte Gemeinderatsmitglieder und Verwaltung seit Monaten in teils emotional geführten Diskussionen. Das knappe Ergebnis bei acht Ja-, vier Nein-Stimmen und sechs Enthaltungen entschied: Errichtet werden soll die „abgespeckte“ Variante mit Dorfgemeinschaftshaus und Rathaus auf dem Grundstück Cloppenburger Straße/Große Straße.

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Dafür sprachen sich neben Bürgermeister Brinkmann Sandra Dieckmann-Ovelgönne, Torsten Reichenbach, Christoph Eilers, Paul Wilken, Albert Klostermann (alle CDU-Fraktion), Nicol Weyers (SPD) und Christian Fredeweß (UWG) aus; dagegen votierten Frank Garling (SPD), Maik Bakenhus (CDU), Annette Ostermann (UWG) und Clemens Poppe (FDP). Peter Willenborg (UWG), Daniel Willenborg (UWG), Christian Schumacher (UWG), Ursula Niemeyer (CDU), Silke Haase (CDU) und Stephan Arens enthielten sich ihrer Stimme.

Nach dem Ausstieg der Kirche wird der Platz für eine Bücherei eingespart. Rund 190 Quadratmeter im Vergleich zum ursprünglichen Siegerentwurf des Architektenwettbewerbs werden eingespart – und rund 780 000 Euro. Auf rund 6,9 Millionen Euro werden die Baukosten beziffert, 1,12 Millionen werden als Fördermittel erwartet.

der Bürgermeister

Vor der Abstimmung hatte zunächst Bürgermeister Marcus Brinkmann nochmals nachdrücklich für die ursprüngliche Variante geworben. Der Raum von 190 Quadratmetern, eingeplant unter anderem für die Bücherei, schaffe Möglichkeiten, in Zukunft, die Verwaltung zu erweitern, ohne – wie in anderen Kommunen – erneut anbauen zu müssen. In der Zwischenzeit gebe es mehrere Optionen dafür. Sollte diese Variante keine Mehrheit finden, werde er sich der kleineren Variante anschließen, wenn die Polizei darin berücksichtigt werden, so der Verwaltungschef.

Die CDU-Fraktion

Ratsvorsitzender Christoph Eilers (CDU) begründete die Unterstützung für die kleinere Variante damit, dass „genügend Puffer für absehbare, zukünftige Entwicklungen“ der Verwaltung eingerechnet seien. Büroräume würden nicht gekürzt. Räume für eine gewerbliche Nutzung zu bauen, halte die CDU-Fraktion für falsch und sei nicht Aufgabe der Gemeinde. Zudem würden Mieter weitere Umbauarbeiten notwendig machen. Stattdessen könne die Gemeinde die freibleibende Fläche an einen Investor vermarkten.

CDU-Ratsherr Maik Bakenhus scherte aus der Fraktionslinie aus und beantragte eine komplett neue Planung eines funktionalen Gebäudes, das aber nicht mehr als vier Millionen Euro kosten sollte. Dafür gab es allerdings nur vier Befürworter.

Der FDP-Antrag

FDP-Einzelkämpfer Clemens Poppe konnte sich grundsätzlich mit der verkleinerten Variante anfreunde, wollte aber das gesamte Gebäude an die Bokeler Straße gerückt sehen, um ein „attraktives Gewerbegrundstück“ im Kreuzungsbereich Große Straße/Cloppenburger Straße zu schaffen. Über diesen Beschlussvorschlag wurde nicht mehr abgestimmt, er bot aber die Grundlage für Diskussionen über den genauen Standort des Neubaus.

Die UWG-Fraktion

Die UWG zeigte ein nicht einheitliches Bild: Während Christian Fredeweß für die Variante II votierte, verteidigte Annette Ostermann die Ursprungsvariante mit dem Hinweis, dass der Verwaltungsapparat größer werde.

DIe SPD-Fraktion

SPD-Fraktionschef Frank Garling sieht durch den Ausstieg der Kirche eine „große Chance“: „Wir haben das Heft des Handels in der Hand.“ Er verwies auf das städtebauliche Gesamtkonzept, in das das Gebäude eingebettet sei.

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Reiner Kramer stv. Redaktionsleitung Cloppenburg/Friesoythe / Redaktion Münsterland
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