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NWZonline.de Region Cloppenburg Politik

Kommunalwahl: CDU entert Hafenfest für Wahlkampfveranstaltung

05.08.2016

Cloppenburg Das traditionelle Hafenfest auf dem Bernayplatz an der Soeste in Cloppenburg schlägt schon vor dem Beginn am Sonnabend, 6. August, 17 Uhr, hohe Wellen. Der CDU-Stadtverband hat auf seiner Facebook-Seite die Bürger dazu eingeladen, ab 18.15 Uhr unter dem Motto „Weniger quatschen, mehr zuhören“ auf dem Hafenfest „in gemütlicher Atmosphäre“ den CDU-Kandidaten Fragen zu stellen.

Ein von Cloppenburger Wirten organisiertes Fest entern, um dort im Vorfeld der Kommunalwahl am 11. September Politik zu machen, das gehe gar nicht, sagte Markus Aquistapace, Wirt des Bernay’s, am Donnerstag der NWZ. Die Gastronomen hätten das finanzielle Risiko, würden die Zelte aufbauen und die Musik bestellen – aber nicht, damit das Hafenfest als eine CDU-Wahlkampfveranstaltung wahrgenommen werde.

Unterdessen ruderte die CDU-Führung bereits zurück. Fraktionsvorsitzender Hermann Schröer bescheinigte Aquistapace in einem Facebook-Post, dass er recht habe. Und der Stadtverbandsvorsitzende Dr. Franz Stuke erklärte am Donnerstag auf Anfrage der NWZ, dass es sich bei der Aktion um die Initiative einzelner CDU-Kandidaten handele und nicht um eine – vom Stadtverband organisierte – offizielle Veranstaltung. Stuke nannte das „Aktionismus von einigen Jungkandidaten“. Es sei damit übers Ziel hinausgeschossen worden.

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Auch Bernd Höne, der als Inhaber des Margaux und von Schäfers Bistro ebenfalls beim Hafenfest vertreten ist, ärgerte sich in einem Beitrag auf Facebook über die Vorgehensweise des CDU-Stadtverbands: „Ich stelle auch nicht einfach einen Grill auf beim Parteitag der CDU.“ Es wäre schön gewesen, so Höne weiter, wenn die Christdemokraten zumindest bei den Wirten angefragt hätten, ob diese mit der CDU-Vorgehensweise einverstanden gewesen wären.

Das sieht auch CDU-Ratsfrau Gaby Heckmann nun so. „Sorry. Das hätten wir vorher mit Euch besprechen müssen. Hat keiner böse gemeint, wir wollen dieses Event gerne unterstützen“, schreibt Heckmann bei Facebook.

Und auch Wirt Aquistapace schlägt versöhnliche Töne an. Es sei wichtig, dass „unheimlich viele Menschen“ zur Wahl gingen. Der CDU schlägt er vor, mit einer kleinen Spende die Finanzierung der Hafenfest-Musiker zu unterstützen und sich bei der Stadtverwaltung dafür einzusetzen, „dass an solchen Terminen auch etwas länger gefeiert werden darf mit Musik.“

Gleichwohl verhehlt Aquistapace auch nicht, dass sich alle beteiligten Wirte strikt gegen Wahlwerbung auf dem Hafenfest ausgesprochen hätten. Und das geht wohl auch einem Großteil der Bevölkerung so. Einige erklärten jetzt auf Facebook, dass sie Freunde treffen, etwas essen und trinken, aber keine Probleme wälzen wollten.

Carsten Mensing Cloppenburg / Redaktion Münsterland
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