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NWZonline.de Region Cloppenburg Politik

Delmenhorst schafft keine neue Stelle

07.09.2018

Cloppenburg /Delmenhorst Die Stadt Delmenhorst wird für ihre Verwaltungsdirektorin Petra Gerlach (46) keine neue – besser bezahlte – Wahlbeamtenstelle schaffen. „Ich antworte kurz und bündig: Es wird keine Stelle geschaffen.“ Die Reaktion von Axel Jahnz (SPD), Oberbürgermeister der 77 000-Einwohner-Kommune, lässt keinen Zweifel zu. Auch Margret Hantke, die stellvertretende Vorsitzende der „SPD&Partner-Gruppe“, sieht solche Pläne nicht. „Wir hatten Anfang der Woche noch eine Fraktionssitzung. Über dieses Thema wurde mit keinem Wort geredet.“

Wie berichtet, war Gerlach jetzt auf Vorschlag von Cloppenburgs Bürgermeister Dr. Wolfgang Wiese (CDU) einstimmig vom städtischen Verwaltungsausschuss (VA) zur Stadtrat-Kandidatin (Besoldungsgruppe B 2) nominiert worden. Gewählt werden soll die gebürtige Ganderkeseerin am Montag, 10. September, während der Stadtratssitzung. Die Wahl gilt als sicher: Wie aus Delmenhorst verlautete, wird Gerlach allerdings erst zum 15. Januar 2019 nach Cloppenburg wechseln können.

Zur Zeit leitet Gerlach in Delmenhorst einen wichtigen Fachbereich mit der Kämmerei und ist direkt dem Oberbürgermeister unterstellt. Monatelang wurde sie als Bezirksamtsleiterin in Hamburg-Harburg gehandelt. Diese von der CDU gesteuerten Ambitionen scheiterten vor zwei Wochen. Daran ist sogar die GroKo mit der SPD in Süderelbe zerbrochen.

Auch nach der Nominierung in Cloppenburg spekulierten CDU-Kreise, dass jetzt wohl eine weitere Wahlbeamtenstelle in Delmenhorst geschaffen werde, um Gerlach zu halten. Der Antrag dazu werde von der SPD kommen, hieß es. Eine Höherstufung von A 15 nach B 4 wäre in Delmenhorst durchaus möglich.

Andererseits wird auch ganz unverhohlen angedeutet, dass die Finanzlage von Delmenhorst weitere Ausgaben kaum zulässt. Die Stadt hat zwar im Stellenplan Wahlbeamte in gleicher Anzahl wie Cloppenburg (der Erste Stadtrat Markus Pragal wurde im Februar nach fast dreijähriger Vakanz eingestellt), aber rund 100 Millionen Euro Schulden (20 % als Liquiditätsdarlehen) und die Folgen der Insolvenz des Josef-Hospitals zu schultern. Die Gewerbesteuereinnahmen sind mit rund 15 Millionen Euro nicht höher als in Cloppenburg.

 In der kommenden Woche endet in Cloppenburg die Bewerbungsfrist für die zum 1. Januar 2019 freiwerdende Position des Ersten Stadtrates (B 3). Für einen nahtlosen Übergang ist geplant, den bisherigen Amtsinhaber Andreas Krems auf Honorarbasis zu beschäftigen. Das hat der VA kürzlich beschlossen.

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