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Aktualisiert vor 2 Minuten.

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NWZonline.de Region Cloppenburg Politik

Kannen wirft Uni Vechta Käuflichkeit vor

29.06.2019

Cloppenburg Kreistagsmitglied Dr. Irmtraud Kannen (Grüne) hat der Universität Vechta am Donnerstagabend in der Sitzung des Cloppenburger Kreistags vorgeworfen, sich kaufen zu lassen. „Die Agrarindustrie kauft sich die Uni ein“, kommentierte sie wörtlich die geplante Einrichtung eines Forschungs- und Kompetenzzentrums „Transformationsforschung“ an der Uni Vechta. Das Zentrum, das mit vier neuen Professuren ausgestattet wird, soll die Zukunftsfähigkeit des Nordwesten sichern, Maßnahmen zur Regionalentwicklung fördern und Fachkräfte themenaktuell ausbilden.

Kannen stört sich vor allem daran, dass das neue Zentrum von der IHK Oldenburg, dem Raiffeisenverband Weser-Ems sowie den – unter dem Dach des Agrar- und Ernährungsforums Oldenburger Münsterland angesiedelten – Unternehmen finanziell gefördert wird. Kannen vermutet, dass so die Agrar- und Ernährungsindustrie die aus Kannens Sicht dringend notwendige Agrarwende wissenschaftlich beeinflussen wolle. „Um Lösungen in ihrem Sinne zu suchen“, sagte Kannen wörtlich. In diesem Zusammenhang habe sie „ein schlechtes Bauchgefühl“, dass sich der Landkreis Cloppenburg an einer Stiftungsprofessur finanziell beteiligen wolle.

Trotzdem beschloss der Kreistag mit großer Mehrheit, dass der Landkreis die von der Uni beantragte Stiftungsprofessur „Bioökonomie und Ressourceneffizienz“ über fünf Jahre mit einem Beitrag von jährlich bis zu 99 000 Euro fördern soll, wenn der Kreis Vechta das Vorhaben im gleichen Umfang unterstützt.

Bereits vor der Abstimmung hatte Landrat Johann Wimberg auf die Worte Kannens scharf reagiert. Die Behauptung, „die Uni lässt sich kaufen“, sei schon ein starkes Stück, so Wimberg. Er betonte die Freiheit von Forschung und Lehre. Der Tatsache, dass IHK, Raiffeisenverband und andere sich für die Region „in die Pflicht nehmen“ ließen, könne er viel Positives abgewinnen. Die europäische Agrarpolitik werde mit Sicherheit nicht von den Kreisen Cloppenburg und Vechta bestimmt – „und schon gar nicht von der Uni“, so der Landrat.

Carsten Mensing Cloppenburg / Redaktion Münsterland
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