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NWZonline.de Region Cloppenburg Politik

Zusammen gegen Einsamkeit

27.10.2017

Cloppenburg Der Verein Kontaktstelle und Krisendienst für psychisch kranke Menschen in Cloppenburg hat sein zehnjähriges Bestehen gefeiert. Ziel der Gründung war es, den Ort zu einer Begegnungsstätte zu machen – dies sei gelungen, war sich die Vereinsvorsitzende Elisabeth Hemmen auf dem jüngsten Festakt sicher.

Zur Feier waren viele Gäste aus der Region erschienen, darunter auch die stellvertretende Landrätin Marlies Hukelmann, der ehemalige Dechant Alfons Kühling und der Pfarrer Ludger Fischer aus dem Saterland. Der Landtagsabgeordnete Clemens gr. Macke sprach als Festredner. Er erinnerte daran, wie gut es die Menschen in Deutschland im Durchschnitt hätten. „Doch was ist, wenn wir nicht dem Durchschnitt entsprechen?“, fragte gr. Macke. Man stelle eine zunehmende Einsamkeit der Menschen auch auf den Dörfern fest. Kritisch werde es, wenn dieses Einsamkeitsgefühl – ausgelöst durch überfordernde Lebensereignisse wie Scheidung, Tod des Partners oder zu hohe berufliche Anforderungen – nicht vorübergehend sei. Er stimme Mutter Teresa zu, die gesagt habe: „Die schlimmste Armut ist Einsamkeit und das Gefühl, unbeachtet zu sein.“ Solche Armut gebe es auch in Cloppenburg. Gr. Macke wünschte sich mehr Menschen, die zuhören könnten, die Zeit hätten und diese mit anderen teilten. Etwa Partner, die sich annähmen und Politiker, die sich für das Wohl der Menschen einsetzten.

Nach dem fünfjährigen Bestehen war der Verein von „Vier Träger – ein Weg“ in „Kontaktstelle und Krisendienst für psychisch kranke Menschen“ umbenannt worden. Zudem wurden der Krisendienst und ein telefonisches Betreuungsangebot für Menschen mit seelischen Nöten an Wochenenden und Feiertagen eingerichtet. Das Tagescafé der Kontaktstelle ist ein weiterer Bestandteil des Angebots. Bekannt sei der Verein auch durch einen besonderen Gottesdienst „Das weiße Band am Apfelbaum“ geworden, wobei das weiße Band psychisch kranken Menschen signalisiere: Ihr seid willkommen.

Hemmen forderte die Politiker auf, die Menschen im Blick zu haben, die es allein nicht schafften. Weiterhin lobte sie ihre Mitarbeiter und die Arbeit der Kontaktstelle. „Über die Hälfte der Mitarbeiter in der Kontaktstelle haben eine psychische Erkrankung und durch ihren Dienst einen großen Schritt aus der Isolation gemacht“, erläuterte Hemmen. Als Mitarbeiterin und Betroffene dankte Barbara Torfhaus dafür, dass sie hier eine Aufgabe gefunden habe, die wertgeschätzt werde. Dadurch könne sie ihre Einsamkeit überwinden.

Musikalisch begleitet wurde die Feierstunde, in der auch Marlies Hukelmannn und Dr. Christian Lüken Worte der Anerkennung für die Arbeit der Einrichtung fanden, durch Friedhelm Bruns. Er sang bekannte Lieder der Band Rosenstolz oder von Sarah Connor.

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