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NWZonline.de Region Cloppenburg Politik

1000 Demonstranten marschieren für den Klimaschutz

21.09.2019

Cloppenburg Christiane läuft am Freitagmorgen das erste Mal bei einer „Fridays for Future“-Demo mit. „Ich habe bei der Arbeit darum gebeten, dass ich eine Stunde gehen darf. Mein Chef war da ganz kulant, auch wenn viel zu tun ist. Er hat jetzt mein Telefon übernommen“, sagt die Demonstrantin, die sich in guter Gesellschaft befindet.

Zwischen 600 (Zahl der Polizei) und 1000 (Zahl der Veranstalter) Menschen liefen vom Cloppenburger Bahnhof durch die Stadt bis zum Rathaus, wo es eine kleine Kundgebung gab. Christiane findet die Stimmung super und freut sich, dass so viele Menschen mitlaufen. Auch Michael Jäger von den Grünen im Cloppenburger Stadtrat ist – wahrscheinlich schon wegen seiner politischen Identität – mit unter den Demonstranten. Auch er findet die Stimmung toll und ist begeistert von der großen Anzahl an „Mitläufern“. „Auf dem Weg haben sich immer mehr Leute angeschlossen. Das war ein hoffnungsvoller Auftakt“, so Jäger.

Unter dem Motto „Alle fürs Klima“ ist am Freitag bundesweit für ein besseres Klima und mehr Umweltschutz demonstriert worden. In Cloppenburg hatten beispielsweise die Grünen, das Haus der Senioren oder auch die Kirchengemeinde St. Andreas dazu aufgerufen, sich am Protestzug durch Cloppenburg zu beteiligen.

Überhören und Übersehen konnte man die Demo nicht. Mit markigen Sprüchen, bunten Plakaten und lauter Musik waren alle Generationen, zu Fuß, das Rad schiebend oder mit einem großen Plakat in der Hand fürs Klima unterwegs.

Mit dabei war auch eine Gruppe junger Pfadfinderinnen. „Die Welt hat uns aufgenommen, wir sind ihre Gäste. Und wir behandeln sie nicht gut, dass sollten wir ändern“, findet eine junge Demonstrantin. „Ich finde es ehrlich gesagt scheiße, wie wir unsere Erde behandeln“, kritisiert Pfadfinder-Kollegin Neele.

Carsten Nitschke von „Parents for Future im Oldenburger Münsterland“ griff den jungen Veranstaltern aus Cloppenburg bei den Vorbereitungen für die Demo gerne unter die Arme. „Ich finde die Atmosphäre super. Heute sind viel mehr Leute dabei als bei der letzten Demo Ende Mai. Vor allem ist es jetzt eine bunte Mischung, so hat ja auch das Haus der Senioren zur Teilnahme aufgerufen. Ich finde es super, dass die alle mit aufstehen“, sagt der Lohner.

Privat und nicht als UWG-Kreistagsmitglied marschiert Ulla Thomée mit. „Ende Mai konnte ich nicht, jetzt fühlte ich mich redlich verpflichtet, mitzulaufen. Wenn die Älteren nicht dabei sind, hilft der Streik der Jungen fürs Klima auch nicht viel“, meint die Cloppenburgerin. Sie selbst achtet auch im Alltag auf klimaschonendes Verhalten: viel Radfahren, Einkaufen im Hofladen und ganz wenig Fleisch sind für Thomée eine Selbstverständlichkeit. „Kleidung gibt es auch Second Hand, da habe ich gar keine Berührungsängste“, sagt die 68-Jährige. Genau diese Einstellung gibt sie beispielsweise an ihre Enkelin weiter. Für den Klimapakt der Bundesregierung wünscht sie sich, dass überhaupt was passiert – und nicht nur geredet wird.

Eine Premiere als Klima-Demonstrantinnen feiern Laura von Garrel (17 Jahre) und Sabrina Kasten (18). Die beiden Schülerinnen schwänzen, haben dazu aber die Erlaubnis. „Die halbe Klasse ist mit uns mit dem Bus hergefahren. Unsere Lehrerin unterrichtet die andere Hälfte“, erklärt Laura, die aus Ramsloh kommt. Sie hatte kurz vor der Demo damit begonnen, sich über Instagram und das Internet über den Klimawandel zu informieren – und ist schockiert über die Auswirkungen.

Ein erstes Zeichen für den Klimaschutz haben die beiden Schülerinnen und die anderen Demonstranten am Freitag gesetzt. Jetzt darf man gespannt sein, wie die Politik darauf reagiert.


Bilderstrecke unter   nwzonline/fotos 
Mareike Wübben Cloppenburg / Redaktion Münsterland
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