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NWZonline.de Region Cloppenburg Politik

Neue Neurologie: Weiter keine Entscheidung

22.06.2019

Cloppenburg Ende 2015 hatte das St.-Josefs-Hospital Cloppenburg einen Antrag auf Einrichtung einer neuen neurologischen Hauptabteilung beim Land gestellt. Nachdem der Krankenhausplanungsausschuss am Mittwoch und der Sozialausschuss am Donnerstagmorgen in Hannover getagt haben, gibt es weiterhin keine Entscheidung. Das teilte der im Sozialausschuss sitzende Landtagsabgeordnete Christoph Eilers (CDU/Cappeln) auf NWZ-Nachfrage mit.

In dem Krankenhausplanungsausschuss, in dem u.a. Vertreter der Krankenkassen, der Kommunen, der Ärzteschaft sowie der Politik sitzen, gebe es – so Eilers – „eine eher ablehnende Haltung“, was die Neueinrichtung von neurologischen Hauptabteilungen in Cloppenburg, Leer und Lingen anbelangt. Dieser Ausschuss, der die Landesregierung bei der strategischen Entwicklung der Krankenhaus-Landschaft berät, favorisiert eher eine Stärkung bestehender Standorte. Der Vorschlag der Landesregierung sieht dagegen sowohl einen Ausbau der Bettenzahl an den bestehenden Neurologie-Standorten als auch die Schaffung von neuen vor.

Das Sozialministerium könnte sich jetzt über die Einschätzung des Krankenhausplanungsausschusses hinwegsetzen; dies ist in der Vergangenheit aber wohl noch nie passiert. Zudem ziehen sich die Meinungsverschiedenheiten offenbar auch quer durch die Große Koalition, weil logischerweise jeder Abgeordnete das Beste für „sein“ Krankenhaus will. Auch deshalb heißt es wieder einmal „Vertagen“: Die von Schwarz-rot geplante neue Enquete-Kommission zur medizinischen Versorgung im Land soll sich dem Vernehmen nach im kommenden Jahr auf die Suche nach einer Lösung des Problems machen.

Nachdem das St.-Josefs-Hospital den Antrag auf Einrichtung einer neuen neurologischen Abteilung mit 45 Betten – inzwischen ist von 30 die Rede – gestellt hatte, verpflichtete die Klinik Anfang 2017 den damaligen Leiter der neurologischen Abteilung am Evangelischen Krankenhaus Oldenburg. Dr. Andreas Pfeiffer wurde mit der Option gelockt, im Falle der Neurologie-Neugründung in Cloppenburg dort Chefarzt zu werden. Unter anderem soll er dann die am St.-Josefs-Hospital seit Jahren verwaiste Stroke-Unit (Krankenstation mit spezieller Ausrichtung auf die Behandlung und Pflege von Schlaganfallpatienten) wiederbeleben.

 Zu der erneuten Vertagung der Entscheidung wollte sich Klinik-Geschäftsführer Lutz Birkemeyer am Donnerstag nicht äußern. In der Vergangenheit war das Vorhaben immer wieder mit einem neurologischen Versorgungsdefizit – vor allem in Sachen Schnellversorgung bei Schlaganfällen – in der Region Cloppenburg begründet worden.

Carsten Mensing Cloppenburg / Redaktion Münsterland
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