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NWZonline.de Region Cloppenburg Politik

„Busverkehr muss besser werden“

16.11.2017

Cloppenburg Eine „Initialzündung“ erhofft sich die Kreistagsgruppe Grüne/UWG von ihrem Antrag, der den Ausbau des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) im Kreis Cloppenburg vorantreiben soll. Am Dienstag stellten die Mitglieder in einem Pressegespräch im Rathaus ihre Pläne für den „deutlich verbesserungswürdigen“ ÖPNV vor, die bei der nächsten Sitzung des Kreis-Verkehrsausschusses am Dienstag, 21. November behandelt werden sollen.

„Viele Angebote vor Ort sind da, aber die Möglichkeit dorthin zu gelangen, gestaltet sich oft schwierig“, meinte Gruppensprecherin Dr. Irmtraud Kannen (Grüne). Die Kreistagsgruppe Grüne/UWG fordere daher, dass in den kommenden Nahverkehrsplan des Kreises entscheidende Weichen für eine Verbesserung gestellt werden. Dieser sei momentan von der Kreisverwaltung in Bearbeitung, dem Kreistag jedoch noch nicht vorgelegt worden, so der stellvertretende Gruppensprecher Fabian Wesselmann (Grüne). Letztmalig habe der Kreistag Ende 2003 einen Nahverkehrsplan beschlossen. Dabei siehe das Niedersächsische Nahverkehrsgesetz (NNVG) vor, dass ein solcher alle fünf Jahre vom Kreis aufgestellt werden müsse.

In dem neuen Plan enthalten ist auch das jüngst beschlossene Rufbussystem. „Der Rufbus ist zwar eine feine Sache, aber er fährt nur an wenigen Stellen über Gemeindegrenzen hinweg“, so Wesselmann. So gebe es nur 17 % regionale Verlängerungen, während 83 % der Rufbusse innerhalb der Gemeindegrenzen führen. Zudem kritisierte er, dass die Busse nur werktags unterwegs seien.

Weiterhin forderte er eine größere Verlässlichkeit des ÖPNV. „Die Abfahrtszeiten müssen sich wie bei der Bahn stündlich bzw. alle zwei Stunden wiederholen, damit die Bürger das nicht immer nachgucken müssen“, so Wesselmann. Das Konzept der Grünen und der UWG sehe vor, dass alle Städte und Gemeinden im Kreis mit über 10 000 Einwohnern an allen Tagen der Woche im Stundentakt zwischen 6 bis 20 Uhr anzubinden sind. Bei allen Gemeinden mit weniger Einwohnern sei dies ebenfalls wünschenswert, mindestens sollte jedoch eine Anbindung im Zweistundentakt erfolgen. Dies wollen UWG und Grüne auch bezüglich der Nachbarlandkreise verwirklicht sehen. Dass die Linien sich dabei nicht alle selbst tragen, verstehe sich von selbst, hieß es.

Zudem wird die Errichtung zweier neuer Linien vorgeschlagen: Cloppenburg-Meppen über Löningen, Herzlake und Haselünne sowie Cloppenburg-Westerstede-Ocholt über Friesoythe und Barßel. Diese Buslinien sollen durch ein Programm der noch amtierenden rot-grünen Landesregierung, in das jährlich rund zehn Millionen Euro fließen, finanziert werden.

Die Abfahrtszeiten sollen stets mit der Nordwestbahn abgestimmt sein. Bis zum 1. Januar 2022 fordert die Gruppe zudem, dass alle Linien barrierefrei zu benutzen sind und über einen W-Lan-Zugang verfügen.

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