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NWZonline.de Region Cloppenburg Politik

Politiker wollen umweltfreundliche Lösung

09.11.2018

Cloppenburg Kunstrasenplätze in der Stadt Cloppenburg unterstützen, ja oder nein, ökologisch sinnvolle Ausführung, ja oder nein, Zuschuss für einen solchen Platz für den BV Cloppenburg, ja oder nein? Um diese Fragen kreiste am Mittwochabend der städtische Ausschuss für Kultur, Sport und Markt.

Die CDU-Stadtratsfraktion hatte dazu einen Antrag eingebracht. Denn auf Landkreisebene ist ein Sonderprogramm zur Förderung von Kunstrasenplätzen beschlossen worden. Bis 2022 sollen so insgesamt fünf Kunstrasenplätze im Bereich des „Alten Amts Cloppenburg“ entstehen. Dass sich die Stadt Cloppenburg beteiligen solle, wurde bei einer Nein-Stimme so dem Rat empfohlen. Rolf Bornemann plädierte dafür, den Antrag in die Fraktionen zurückzugeben, weil er nicht an einen Bedarf für die Plätze glaube. Dem widersprach Lukas Görner (CDU) aus eigener Fußballer-Erfahrung – der Bedarf sei definitiv da.

Zustimmung fand der Antrag der Christdemokraten auch bei der SPD. Fraktionschef Jan Höffmann wollte jedoch ergänzt haben, dass sich die Vereine, auf deren Gelände der Platz dann schlussendlich errichtet werde – bereiterklären müssten, den Platz auch für Spiele und Training anderer Vereine zur Verfügung zu stellen. Denn es könne nicht sein, dass durch die Schaffung der Plätze Einzelinteressen berücksichtigt würden. Der Antrag der SPD, dass die Vereine den Platz nach Absprache mit anderen Fußballern teilen müssen, wurde bei sieben Ja-Stimmen und vier Enthaltungen dem Rat zum Beschluss empfohlen.

Diskussionen gab es im Ratssaal auch über die Umweltverträglichkeit eines solchen Platzes. „Wir haben Verständnis für die Forderung nach einem ganzjährigen Spielbetrieb, dürfen die Schattenseiten aber nicht außer Acht lassen“, kritisierte Grünen-Fraktionschef Michael Jäger. Das Granulat aus alten Reifen sei nicht umweltverträglich, in Schweden gelangten in jedem Jahr Unmengen Plastik durch diese Plätze ins Meer, zitierte der Ratsherr Fachpublikationen.

Den Vorstoß, eine ökologische Möglichkeit zu prüfen, unterstützten sowohl Dr. Heinrich Dickerhoff (CDU) als auch Jutta Klaus (UWG/FDP). Ratsherr Höffmann brachte in diesem Zusammenhang eine Variante aus Korkeiche in die Diskussion, die bereits in Hamburg erprobt werde. Jäger stellte den Antrag, dass für die Umsetzung der Kunstrasenplätze eine ökologisch sinnvolle Ausführung Voraussetzung ist. Diese Empfehlung wurde mit neun Ja-Stimmen und drei Nein-Stimmen an den Rat weitergegeben.

Weiterhin empfahlen die Ausschussmitglieder bei zehn Ja-Stimmen und zwei Enthaltungen, unter Berücksichtigung des noch zu erstellenden Sportentwicklungsplans für zwei Kunstrasenplätze im Stadtgebiet bis zu 55 Prozent der Kosten zu übernehmen. So müssten die Vereine dank der Förderung des Landkreises (40 %) nur fünf Prozent selber tragen. Der Sportentwicklungsplan als Grundlage war vor allem Ratsfrau Klaus wichtig. Denn nur nach Gesprächen mit den Vereinen sei es möglich, einen sinnvollen Ort für die Plätze zu finden.

Bei sieben Ja-Stimmen, viermal Nein und einer Enthaltung wurde ein Antrag des BVC in die Fraktionen zurückverwiesen, eine Förderung in Höhe von 412.500 Euro für einen Kunstrasenplatz zu erhalten. Der Antrag sei – auch im Hinblick auf Folgekosten und die Solvenz des Vereins – ein Schnellschuss, sagte Klaus. Auch Franz-Josef Wilken (SPD) erklärte, dass bei der Verwendung öffentlicher Gelder genau hingesehen müsse, wie und an welchen Verein das Geld gehe. Gegen die Empfehlung der SPD, den Antrag in die Fraktionen zurückzugeben, sprach sich Gabi Heckmann (CDU) aus. So käme der Antrag nicht mehr in diesem Jahr auf die Tagesordnung und so auch nicht mehr in den Haushalt 2019.

Mareike Wübben Cloppenburg / Redaktion Münsterland
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