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NWZonline.de Region Cloppenburg Politik

„Mehr Geld für Erdverkabelung“

06.10.2017

Cloppenburg Für die CDU tritt Christoph Eilers bei der Landtagswahl am 15. Oktober im Wahlkreis 67 (Cloppenburg) an. Zum Wahlkreis gehören die Städte Cloppenburg, Löningen sowie die Gemeinden Cappeln, Emstek, Essen, Lastrup, Lindern und Molbergen. Der 48-jährige Diplom-Kaufmann (FH) bewirbt sich zum ersten Mal um ein Direktmandat bei einer Landtagswahl.

2013 holte der derzeitige Landtagsabgeordnete Clemens Große Macke für die CDU 69,4 Prozent der Erststimmen im Wahlkreis 67 (Cloppenburg). „Zufrieden wäre ich, wenn ich dieses Ergebnis wieder erreichen würde“, so Eilers im Gespräch mit der NWZ. „Extrem glücklich wäre ich, wenn noch ein paar Prozent mehr herauskämen und extrem enttäuscht, wenn es Richtung 50 Prozent ginge.“

In Hannover möchte er das Thema „Stromtrasse“ weiter auf der Agenda vorne halten – und das obwohl es eigentlich eine bundespolitische Angelegenheit ist. „In diesem Land ist für alles Geld da, warum nicht auch für eine Erdverkabelung“, sagt der Politiker aus Cappeln. Da sich die Menschen in der Region um das Thema sorgten, hätte sich laut Eilers auch Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) mehr darum kümmern müssen.

Auch nach dem Wahlsonntag, 15. Oktober, will der 48-Jährige seine Mitgliedschaften im Kreistag und Cappelner Gemeinderat vorläufig behalten. Nach einem Jahr will er sich erneut Gedanken machen, ob sich alles miteinander vereinbaren lässt. Aktuell ist der Vertriebsaußendienst-Mitarbeiter auch stellvertretender Bürgermeister in seinem Heimatort Cappeln.

Das bin ich privat

Nachdem Christoph Eilers sein Abitur am Wirtschaftsgymnasium in Cloppenburg gemacht hat, absolvierte er den Grundwehrdienst in Delmenhorst. Danach begann er ein duales Studium an der Berufsakademie Oldenburger Münsterland. Mit einem Abschluss als Diplom-Kaufmann verließ er die private Fachhochschule Wirtschaft und Technik in Vechta/Diepholz. Seit mehr als 20 Jahren ist Eilers im Vertriebsaußendienst eines Lohner Handelsunternehmens tätig. Heute wohnt der 48-Jährige in Cappeln. Er ist verheiratet mit Nicole, beide haben einen Sohn namens Henning. Mit 18 Jahren hat er sein Interesse an der Politik entdeckt. „Mit 22 Jahren habe ich bereits für den Gemeinderat in Cappeln kandidiert und fünf Jahre später für den Kreistag. Beiden Gremien gehöre ich seitdem ohne Unterbrechung an“, so Eilers. Er sei stolz darauf, die CDU schon lange zu vertreten.

Diese Ziele will ich für den Landkreis erreichen

Bildung:Gerade im ländlichen Raum muss der massive Unterrichtsausfall abgebaut werden. Inklusion nicht um jeden Preis. Förderschulen sind auch zukünftig ein wichtiger Bestandteil unseres Schulsystems.
Stromtrasse: Der Verlauf der Stromtrasse muss in Hannover zu einem wichtigen Thema werden, bei der Umsetzung muss der Mensch im Mittelpunkt stehen. Wir in Niedersachsen, speziell in unserer Region, dürfen nicht die ganze Last der Energiewende zu spüren und zu sehen bekommen.
Mobilfunk/Breitband: Wir in unserem ländlichen Raum haben keine dienende Funktion gegenüber den Ballungszentren. Mobilfunk und Breitbandausbau, ländlicher Wegebau und Dorfentwicklung müssen stärker gefördert werden. Dort wo Wachstum stattfindet, muss investiert werden.
Werkverträge: Wir müssen uns intensiv um die prekären Arbeitsverhältnisse wie Werkverträge und Leiharbeit kümmern. Es kann nicht sein, dass ganze Betriebsabläufe als Gewerk an Subunternehmer vergeben werden. Ziel muss es zukünftig sein, alle Mitbürger an den Erfolgen teilhaben zu lassen.

Hier hat meine Partei Unrecht

„Kostenlose Kinderbetreuung hört sich erst einmal gut an. Land und Bund investieren gegenwärtig in den quantitativen und qualitativen Ausbau der Kinderbetreuung, damit erst einmal ausreichend Plätze für unsere Jüngsten zur Verfügung stehen. Es müssen jetzt erst einmal ausreichend und flexible Betreuungsplätze für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf geschaffen werden. Wenn wir das erreicht haben, können wir über die Beiträge diskutieren. Unstrittig ist, dass Eltern mit niedrigen Einkommen entlastet werden müssen.“

So werbe ich um Stimmen

„Die beste Werbung ist das persönliche Gespräch, deswegen nehme ich an vielen Veranstaltungen teil. Neben den klassischen Werbemitteln, wie Plakate, Flyer, Give-aways ist der Hausbesuch auch ein wichtiger Bestandteil meines Wahlkampfs.“

Dafür sollte das Land kein Geld mehr ausgeben

„Das Thema Wolf wird mir persönlich zu hoch aufgehängt, scheinbar dreht sich in Niedersachsen alles nur noch um den Wolf, dass er sich wohlfühlt und verbreiten kann. Ich bin nicht gegen den Wolf, aber Problemwölfe sollten auch jagdbar sein. Betroffene Tierhalter müssen unbürokratisch entschädigt werden.“

Mein Traumjob in der Landesregierung

„Zunächst ist es wichtig, vor Ort anzukommen und sich in die politische Arbeit einzufinden. Ob Minister oder Angeordneter, jeder hat nur eine Stimme. Ich strebe nicht sofort nach Amt und Titel, aber perspektivisch möchte ich mich natürlich schon für eine Führungsposition parteilich qualifizieren.“

Anna-Lena Sachs Volontärin, 3. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
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