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NWZonline.de Region Cloppenburg Politik

„Mobilität ist mehr als vier Reifen“

06.10.2017

Cloppenburg Stephan Christ ist der Kandidat der Grünen im Wahlkreis 67 (Cloppenburg). Dazu gehören die Städte Cloppenburg und Löningen sowie die Gemeinden Cappeln, Emstek, Essen, Lastrup, Lindern und Molbergen. Der Lehramtsstudent tritt zum ersten Mal bei der Landtagswahl, die am 15. Oktober über die Bühne geht, an. Bei der Wahl 2013 holte der Löninger Ulf Dunkel 5,1 Prozent der Erststimmen für die Ökopartei.

Seit 2013 ist der 26-jährige Stephan Christ Mitglied der Grünen Jugend und der Grünen im Kreis Cloppenburg. Im Folgejahr wurde er Mitglied des Kreisvorstands. „Der Klimawandel wartet nicht auf uns, und deshalb müssen wir uns der Zukunft stellen und Konzepte dafür entwickeln“, heißt es im Programm von Christ – Klima schreibt der Cloppenburger groß. Mobilität sei mehr als nur vier Reifen und müsse ökonomisch und ökologisch zukunftssicher gemacht werden. „Wir müssen vernetzte Mobilität mit dem Auto, dem Rad, öffentlichen Verkehrsmitteln und vielen weiteren kreativen Ideen denken“, heißt es weiter.

Darüber hinaus will Christ die Agrarwende einleiten. „Die Agrarindustrie hat unserer Region Wertschöpfung und Wohlstand gebracht.“ Aber es gebe auch Schattenseiten: Tiere würden nicht artgerecht gehalten, die Vielfalt auf den Feldern und unter den Insekten nehme rapide ab, außerdem würden im Grundwasser immer höhere Nitratwerte gemessen.

Zudem brauche das Land eine gerechte Bildung: mehr Lehrer, eine kostenfreie Ausbildung zum Meister und weiterhin keine Studiengebühren an den Unis sind hier einige von Christs Schlagwörtern.

Das bin ich privat

„Ich studiere in Oldenburg Physik und Chemie auf Lehramt. Dabei hatte ich während meines ganzen Studiums viele Kontakte in meine Heimat Cloppenburg. Hier engagiere ich mich seit Jahren politisch bei der Grünen Jugend und bei den Grünen sowie – in verschiedenen Zusammenhängen – in der katholischen Kirche. Nebenberuflich spiele ich Kirchenorgel in verschiedenen Gemeinden in Cloppenburg und Umgebung. In meiner Freizeit besuche ich – mit der Bahn – meine Freunde in nah und fern, lese, koche, backe und esse gerne.“

Diese Ziele möchte ich für meinen Wahlkreis erreichen

„Im Rahmen der Energiewende ist der Ausbau der Stromnetze ein wichtiger Baustein, der bekanntlich auch unseren Landkreis betrifft. Ich möchte mich dafür einsetzen, dass die geplanten Stromtrassen möglichst im Einklang mit Anwohnern, Natur und Umwelt gebaut werden. Auch ein wichtiges Thema ist für mich ist Mobilität, weil sie jeden betrifft. Hier müssen wir auch im Landkreis Cloppenburg neue Wege weg vom eigenen Pkw beschreiten. Ein wichtiger Aspekt ist dabei, den geplanten Ausbau der E 233 zu verhindern. Und schließlich möchte ich die Landwirtschaft zusammen mit den Landwirten „enkeltauglich“ machen. Hier müssen wir weg von der Parole ,Wachse oder weiche’ und hin zu ,Klasse statt Masse’.“

Hier hat meine Partei Unrecht

„Die Einteilung in Realos und Fundis innerhalb der Grünen geht auf Zeiten vor meiner Mitgliedschaft zurück. Das führt zu einer sehr lebhaften Diskussion innerhalb der Partei, die ich sehr begrüße und schätze (auch wenn das nach außen manchmal zerstritten wirkt). Ich selbst fühle mich in diesem Spektrum nicht so recht verortet, weshalb ich mich manchmal damit schwer tue. Außerdem sind wir oft in Städten deutlich stärker als auf dem Land. Das führt manchmal vielleicht zu sehr zu einer recht urbanen Sicht auf die Dinge, die uns beschäftigen. Darum setze ich mich für starke grüne Positionen gerade auch in unserer eher ländlichen Region ein.“

So werbe ich um Stimmen

„Ich bin großer Fan davon, mit Menschen ins Gespräch zu kommen – gerne auch kontrovers. Deshalb finde ich die klassischen Wahlkampfstände und den Haustürwahlkampf super. Aber natürlich sind die sozialen Medien nicht zu vernachlässigen. Deshalb habe ich mir in den letzten Monaten nicht nur eine Facebook-Seite, sondern auch Instagram und Twitter zugelegt. Ich muss zugeben: Es ging schnell in Fleisch und Blut über. Mal sehen, ob ich es – wie geplant – wieder ruhen lasse, wenn es doch nicht mit Hannover klappen sollte.“

Dafür sollte das Land kein Geld mehr ausgeben

„Seit 2013 haben wir Grüne uns dafür eingesetzt, den Haushalt umzukrempeln und Fehlsteuerungen, wie z.B. Subventionen in Mega-Tierställe abzustellen. Solche Subventionen fördern klima- und umweltschädliches Verhalten. Vorschläge nach einer pauschalen Reduzierung der Ausgaben der öffentlichen Haushalte entstammen einer fragwürdigen Ideologie des Nachtwächterstaats, und die lehnen wir ab. Im Gegenteil, wir sind der Meinung, dass der Staat handlungsfähig sein muss, um Fehlentwicklungen zu begegnen. Dazu gehört, dass notwendige Aufgaben ausreichend finanziert werden müssen.“

Mein Traumjob in der Landesregierung

„In der rot-grünen Landesregierung würde ich wahrscheinlich ein einfacher Abgeordneter sein. Ich muss nicht unbedingt permanent für Interviews vor Kameras gezerrt werden. Stattdessen würde mich innerhalb meiner Fraktion eher die inhaltliche Arbeit reizen, am liebsten im verkehrspolitischen Bereich, da ich denke, dass da nach den Affären der letzten Monate und Jahre viel Aufholbedarf ist.“

Anna-Lena Sachs Volontärin, 3. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
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