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NWZonline.de Region Cloppenburg Politik

Haltestellennetz im Kreis Cloppenburg hat große Lücken

17.08.2019

Cloppenburg Die 170.347 Einwohner des Kreises Cloppenburg (Stand 2018) haben das sechstschlechteste ÖPNV-Netz in Deutschland. Das zeigt eine Auswertung des Lobbyverbands „Allianz pro Schiene“, die von „Autobild“ nun veröffentlicht worden ist. Demnach wohnen nur 40,79 % der Einwohner im Kreis höchstens 600 Meter Luftlinie von der nächsten Haltestelle oder 1200 Meter vom nächsten Bahnhof mit jeweils 20 Fahrtmöglichkeiten am Tag entfernt – dies ist die Definition für „guten“ ÖPNV – entfernt. Das bedeutet Platz sechs in den „Flop 10“ der Statistik basierend auf Zahlen des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung.

Noch schlechter als im Kreis Cloppenburg ist die Situation in Freyung-Grafenau (Bayern, 15,11 %), Dingolfing-Landau (27,44 %, Bayern), Rhön-Grabfeld (32,23 %, Hessen) und Cham (39,69 %, Bayern). Etwas besser als Cloppenburg schnitten in den „Flop 10“ Eifelkreis Bitburg-Prüm (43,24 %, Rheinland-Pfalz), Neustadt a.d. Aisch-Bad Windsheim (44,77 %, Bayern), Pfaffenhofen a.d. Ilm (44,8 %, Bayern) und Vulkaneifel (45,37 %, Rheinland-Pfalz) ab.

Einen sehr guten öffentlichen Personennahverkehr haben dagegen die größeren Städte: Schweinfurt (Platz eins der Top 10), Frankfurt am Main (2), Mainz (3), Bamberg (4), Kassel (5), Bonn (6), Offenbach (7), Fürth (8), Pforzheim (9) und Wiesbaden (10) liegen alle um die 99 Prozent.

Um im Kreis Cloppenburg mobil zu sein, setzen die Menschen in dem 1,42 Millionen Quadratkilometer großen Kreis vor allem auf das Auto: 96 120 Autos waren 2018 hier zugelassen, 2016 waren es noch 91 506. Im gleichen Zeitraum blieb die Zahl der Busse bei 273. Während der Kreis nur über 31 Kilometer Bahnstrecke für den ÖPNV verfügt, gibt es im Kreisgebiet dagegen 20 Kilometer Autobahn, 144 Kilometer Bundesstraßen, 219 Kilometer Landstraßen und 355 Kilometer Kreisstraßen.

In guter Gesellschaft wähnt sich die Cloppenburger Kreisverwaltung, wenn es um ihre schlechten ÖPNV-Zahlen geht: „Wie belastbar die Daten der ,Auto Bild’ sind, können wir nicht beurteilen“, sagte Dr. Lydia Kocar, persönliche Referentin von Landrat Johann Wimberg, am Freitag. Die Kreisverwaltung kenne allerdings viele andere niedersächsische Kreise, in denen den die Situation noch schlechter oder ähnlich sei wie im Kreis Cloppenburg „Denn der bisherige ÖPNV basierte ja auch bei uns im Wesentlichen auf dem Schulbusverkehr.“

Genau deshalb habe der Kreis – so Kocar – ja bereits vor rund zwei Jahren die Erarbeitung eines neuen ÖPNV-Konzeptes auf den Weg gebracht und werde am 1. April 2020 das neue Rufbussystem starten. Darüber hinaus sei der Landkreis Cloppenburg derzeit intensiv dabei, seine Verkehrsinfrastruktur auszubauen. Dabei würden auch die Möglichkeiten des Schienenverkehr-Ausbaus geprüft. Und auch Busse und Bahnen spielten eine wichtige Rolle.

Carsten Mensing Cloppenburg / Redaktion Münsterland
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