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Evakuierung abgeschlossen – Entschärfung steht bevor

NWZonline.de Region Cloppenburg Politik

Pandemie Im Kreis Cloppenburg: Vom Corona-Tabellenkeller an die Spitze

19.09.2020

Cloppenburg Monatelang hatte der Landkreis Cloppenburg mit die niedrigsten Corona-Fallzahlen in ganz Niedersachsen, am Freitag nun hat er als zurzeit einziger niedersächsischer Landkreis mit 61,5 den kritischen Schwellenwert von 50 Neuinfizierten pro 100 000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen überschritten. Geringe Fallzahlen und keine Toten, das habe manche Menschen hierzulande zuletzt wohl nachlässig bei der Einhaltung der Corona-Schutzmaßnahmen gemacht, mutmaßte Landrat Johann Wimberg (CDU) am Freitag bei einer kurzfristig anberaumten Pressekonferenz im Kreishaus.

96 Fälle im Hotspot

30 Neuinfizierte bis Freitag, 12.30 Uhr, insgesamt nun 145 akute Fälle – davon 96 im Hotspot „Altes Amt Löningen“: Dort werden ab sofort bis zum 4. Oktober Zusammenkünfte und Ansammlungen in privaten Räumlichkeiten, auf privaten Grundstücken sowie im öffentlichen Raum auf höchstens sechs Personen begrenzt. Hiervon ausgenommen sind Zusammenkünfte von Angehörigen und von Personen aus zwei Hausständen. Außerdem dürfen Gaststätten nur bis 22 Uhr öffnen: Wimberg kündigte verstärkte Kontrollen an, um die Maßnahmen auch durchzusetzen.

Der Landrat bat die Bevölkerung in der Stadt Löningen (72 Fälle) sowie in den Gemeinden Lastrup (14), Lindern (3) und Essen (7) um Verständnis für die weiteren Einschränkungen des sozialen Lebens dort: Zugleich sprach er von „maßvollen und angemessenen“ Maßnahmen. Man befinde sich immer in der Abwägung der Verhältnismäßigkeit von Maßnahmen zwischen Infektionsschutz und dem Eingriff in die Freiheitsrechte und könne es nicht allen recht machen. Für die einen seien die Maßnahmen zu viel, für andere zu wenig, erklärte der Landrat weiter.

Darüber hinaus stellte die Kreisverwaltung auf Nachfragen klar, dass die amtlich festgesetzte Quarantänezeit auch dann noch besteht, wenn die betroffene Person zwischenzeitlich negativ getestet wird. Das beuge dem Fall vor, dass Testergebnisse fehlerhaft sein können, weil zum Beispiel bis zum Test noch keine Symptome aufgetreten sind.

Lage „beherrschbar“

Niedersachsens Gesundheitsministerin Carola Reimann (SPD) hat unterdessen die steigenden Corona-Infektionszahlen im Kreis Cloppenburg als besorgniserregend bezeichnet. Die Ministerin sagte: „Die Lage vor Ort ist ernst, aber nach unseren derzeitigen Erkenntnissen beherrschbar.“ Auch wenn zurzeit viel getestet werde, gebe es – so Landrat Wimberg – durchaus noch genügend Kapazitäten. So habe man noch einmal alle 130 Mitarbeiter und Bewohner eines Lastruper Altenheims getestet. Mit dem Ergebnis rechnet Erster Kreisrat Ludger Frische in Kürze, bislang gibt es drei positive Ergebnisse.

Carsten Mensing Cloppenburg / Redaktion Münsterland
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