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NWZonline.de Region Cloppenburg Politik

„Halte nicht viel von Groko“

17.10.2017

Cloppenburg Mit dem landesweit besten Wahlergebnis im Rücken mag sich der Cappelner Christoph Eilers, frisch gebackener Landtagsabgeordneter für den Wahlkreis 67 (Cloppenburg), eine Juniorpartnerrolle für die Christdemokraten in einer großen Koalition so recht nicht vorstellen. „Davon halte ich nicht viel. Lieber aus einer starken Opposition heraus arbeiten“, sagte der 48-Jährige bereits am Sonntagabend bei seiner Wahlparty im Elstener Gasthof „Zum alten Dorfkrug“.

Anders sieht das offenbar Eilers’ Vorgänger Clemens gr. Macke. „Opposition ist nicht ganz so schön wie Regierung“, meinte der 58-Jährige ebenfalls am Sonntag in Elsten.

Ein Bündnis zwischen SPD und CDU scheint zum jetzigen Zeitpunkt die einzige realistische Konstellation zu sein. Sowohl FDP-Spitzenkandidat Stefan Birkner als auch der hiesige Landtagskandidat der Freien Demokraten, Yilmaz Mutlu (Cloppenburg), hatten im Vorfeld die Beteiligung an einer Ampelkoalition ausgeschlossen.

„Das Ausschließen von Koalitionen schon im Vorfeld halte ich für nicht akzeptabel“, sagte der Kreisvorsitzende der Grünen, Michael Jäger, am Montag auf Anfrage der NWZ. Deshalb dürfe sich seine Partei auch möglichen „Jamaika“-Gesprächen mit CDU und FDP nicht verschließen. Er, so Jäger, halte ein solches Bündnis aber für wenig realistisch, „weil wir inhaltlich doch sehr weit auseinanderliegen“. Mit der SPD, mit der die Grünen sehr gut zusammengearbeitet hätten, würde man gerne weiterregieren. „Doch ich halte eine große Koalition für das Wahrscheinlichste“, so Jäger.

Für den Christdemokraten Eilers beginnt heute in der Landeshauptstadt der erste Arbeitstag – Kennenlernen ist erst einmal angesagt. In den kommenden Wochen gehe es darum, im politischen Hannover seinen Platz zu finden, sei es in den Ausschüssen oder im Landtag. „Mit meinem Ergebnis werde ich mich mit Sicherheit nicht in die letzte Reihe setzen müssen“, sagte der Diplom-Kaufmann scherzhaft. Zunächst wird Eilers in einem Hotel in unmittelbarer Nähe des Landtags eine Bleibe beziehen, wohl auch, weil er – wie berichtet – vorerst Mitglied des Kreistags und des Cappelner Gemeinderats bleiben will.

Unterdessen hatte sich bei Eilers’ Wahlparty auch eine Abordnung seines Noch- Arbeitgebers in Lohne eingefunden. „Wir wollten ganz sichergehen, dass wir ihn auch wirklich loswerden“, sagte eine Kollegin mit einem breiten Grinsen über ihren langjährigen Kollegen, der mehr als 20 Jahre im Vertrieb beschäftigt war.

Carsten Mensing Cloppenburg / Redaktion Münsterland
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