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NWZonline.de Region Cloppenburg Politik

Kunstrasen-Plätze kommen ohne Öko-Vorschrift

12.12.2018

Cloppenburg Dickköpfigkeit warf die UWG-Ratsfrau Doris Hellmann am Montagabend den Fraktionen von CDU und SPD in der Sitzung des Cloppenburger Stadtrats vor. Im Rathaus entbrannte beim Thema Kunstrasenplätze und den Richtlinien dazu eine Diskussion zwischen UWG/FDP und Grünen auf der einen Seite und CDU und SPD auf der anderen Seite.

Bereits im zuständigen Kultur-, Sport- und Marktausschuss Anfang November hatte es ein zähes Ringen darum gegeben, ob eine ökologische Lösung für die Plätze Pflicht oder Kür ist. Damals stimmten nur die CDU-Politiker dagegen, dass eine ökologische Ausrichtung der Kunstrasenplätze nach dem Stand der Technik Pflicht sein soll. Im Verwaltungsausschuss, der am 26. November in vertraulicher Sitzung tagte, wurde diese Formulierung wieder gekippt.

Konkret soll es darum gehen, ein Förderprogramm des Landkreises zu unterstützen. Aufs Tableau gebracht hatte das Thema die CDU-Fraktion. So sollen zwei Kunstrasenplätze in Cloppenburg mit bis zu 95 Prozent der Kosten gefördert werden – der Landkreis übernimmt 40 Prozent der Kosten von bis zu 750 000 Euro, die Stadt solle dann 55 Prozent tragen, so der Vorschlag der Christdemokraten. Dabei wird der noch zu erstellende Sportentwicklungsplan berücksichtigt, die Vereine müssen sich die Plätze teilen, und eine ökologische Ausrichtung soll möglichst umgesetzt werden.

„Ich bin mir sicher, dass sich die Fußballvereine auch um den ökologischen Aspekt kümmern werden. Ich will ihnen das nicht vorschreiben. Wir machen gerade den dritten Schritt vor dem ersten“, kritisierte der CDU-Fraktionsvorsitzende Hermann Schröer die Diskussion. CDU-Ratsherr Olaf Vocks appellierte an die Vereine, eine Verfüllung mit Kork oder anderen natürlichen Materialien zu nutzen.

Überflüssig fand der SPD-Fraktionsvorsitzende Jan Oskar Höffmann die Diskussion. Ein Kunstrasenplatz könne sowieso keine gute Ökobilanz haben, es sei genauso paradox wie ein „spritsparender Porsche“. „Mit uns wird es keinen Altreifen-Kunstrasenplatz geben“, sagte Höffmann in Hinblick darauf, dass jeder Antrag für die Plätze von den Gremien abgesegnet werden muss.

Auf die ökologische Umsetzung als Voraussetzung pochte Michael Jäger im Namen der Grünen. Das Granulat in den Plätzen, das die Halme aufrichtet, bestehe aus Altreifen und sei der zweitgrößte Verursacher für die Verschmutzung der Meere. Auch sei in dem Antrag der CDU nicht geklärt, wie mit den Folgekosten einer Sanierung umgegangen werden solle. „Die Interessen der Sportler sind uns nicht egal. Wir könnten uns damit anfreunden, wenn die ökologische Ausrichtung nach dem Stand der Technik Voraussetzung ist“, so Jäger.

Unterstützung gab es von Jutta Klaus, UWG/FDP-Fraktionsvorsitzende. Die Formulierung im Antrag – „soll möglichst“ ökologisch ausgerichtet werden – sei nicht gleichbedeutend mit einer Vorschrift. „Der Antrag ist gut. Aber ich weiß nicht, warum uns diese Formulierung jetzt auseinanderbringt. Warum machen Sie den Beschluss aus dem Ausschuss kaputt?“, kritisierte Klaus SPD und CDU.

Der Änderungsvorschlag mit der ökologischen Ausrichtung als Voraussetzung wurde bei elf Ja-Stimmen, 16 Nein-Stimmen der CDU und neun Enthaltungen – unter anderem der SPD – abgelehnt. Der Beschlussvorschlag aus dem Verwaltungsausschuss erhielt 25-mal Zustimmung, neun Nein-Stimmen (UWG/FDP und Grüne) und zwei Enthaltungen.

Mareike Wübben Volontärin, 3. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
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