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NWZonline.de Region Cloppenburg Politik

Was sagen Sie zur Initiative „Seebrücke“?

05.10.2018

Cloppenburg Hohe Wellen hat der Vorschlag der fünf Cloppenburger Ratsfraktionen SPD, Bündnis 90/Die Grünen, SD-plus, UWG/FDP und des Zentrum/Bürgerbündnis bei Facebook hervorgerufen, der Initiative „Seebrücke“ beizutreten. Wie berichtet haben die Fraktionen einen Antrag zum Beitritt zur „Seebrücke“ auf die Tagesordnung der Ratssitzung am 29. Oktober eingereicht.

Damit soll die Stadt der Bundesregierung signalisieren, dass sie weitere Flüchtlinge aufnehmen will und kann, die im Mittelmeer in Seenot geraten sind. Die Fraktionsvorsitzenden Michael Jäger (Grüne), Jutta Klaus (UWG/ FDP), Christian Albers (SD-plus) und Jan-Oskar Höffmann (SPD) zeigten sich im Pressegespräch überzeugt, dass sie für ihren Vorstoß auch Rückhalt in der Bevölkerung bekommen.

Kritisch sieht Hendrik Wiza die Idee: „Wir haben unser Soll mit der ersten ’Flüchtlingswelle’ erfüllt. Die Europäische Union hat auch noch andere Mitgliedsstaaten, die in der Flüchtlingspolitik noch Verbesserungen zu leisten haben. Wir haben teilweise genug Probleme mit einem Teil der hier lebenden Flüchtlinge – deutschlandweit – die wir scheinbar nicht in den Griff bekommen.“ Kritik kommt auch von Josef Janzen: „Selbstverständlich sollen Ertrinkende gerettet werden. Dann aber wieder zurück in die Häfen, wo diese Schiffe her kommen.“

Facebook-Nutzer Dirk ist der Meinung, dass man bei einer solchen Entscheidung auch die Bevölkerung mit einbeziehen sollte: „Klar ist, dass man helfen muss. Und ein Zeichen zu setzen ist wichtig. Es wird immer wieder gesagt ’Sie sind sicher, dass auch die Cloppenburger hinter diesem Vorhaben stehen.’ Was ist, wenn dies nicht der Fall ist? Wieso macht man nicht einfach eine Befragung der Bürger zu diesem Thema. Sollten auch ’nur’ 51 Prozent dagegen sein und es würde trotzdem gemacht werden, könnte dies zu einem Umkehr-Schluss in der Politik führen und eine Protestwahl der AfD entstehen.“

Diesem Vorschlag widerspricht Christian Lanfermann aus Garrel: „Es gibt Dinge, die der Bürger nicht entscheiden kann, weil diese zu komplex sind. (...) Bestes Beispiel ist der Brexit. (...) Die Welt ist heutzutage einfach mehr als nur schwarz und weiß, richtig oder falsch. Aus meiner christlichen Erziehung, meinem seit Jahren aktiv gelebten gesellschaftlichen Engagement und meiner Moral gibt es für mich persönlich nur eine richtige Entscheidung. Jeder der über das deutsche System schimpft, hat wirklich keine Ahnung wie gut wir es haben. (...) Das Problem ist nicht das System, sondern oftmals eine schlechte Bildung der Eltern. (...) Daran sind die Flüchtlinge nicht schuld. Daran ist jeder, der mit seinem Leben und seiner Situation unzufrieden ist, selbst schuld. Es ist einfach ein Unding dafür andere leiden zu lassen.“

Dem stimmt Sabine Robke aus Garrel zu: „Ich sehe das größte Problem darin, das viele Deutsche nicht fähig dazu sind, sich zu integrieren. Die Art der Integration und unsere Einstellung dazu muss einfach besser werden. Viele sind bereits bemüht, und andere meckern nur. Auch muss die Arbeit in den Ämtern noch deutlich besser werden. (...) Auch hier man kann nur dazulernen. In anderen Ländern funktioniert Integration auch.“

„Meint irgendjemand, dass wenn es keine Flüchtlinge geben würde, es den Deutschen besser gehen würde? Mehr Rente? Niedrigere Mieten? Höhere Löhne? Bessere ärztliche Versorgung? Kein Hartz IV mehr? Es gibt doch kein Entweder oder, Beides geht!“, findet Ralf Kache aus Lohne. „Richtig so! Menschen muss geholfen werden, da ist die Herkunft erstmal egal. Mensch ist Mensch“, ist die Meinung von Nico Neubert aus Löningen.

„Das wäre ein wichtiges und vor allem richtiges Zeichen gegen den tiefen Hass, der von den Populisten und Rassisten wie der AfD in diesem Land ausgeschüttet wird. Es wäre aber dann auch zwingend Voraussetzung diesen Menschen endlich eine faire Bleibeperspektive zu bieten“, meint Stephan Hegger aus Cloppenburg zum Vorstoß, der „Seebrücke“ beizutreten.

Was meinen Sie zu einem möglichen Beitritt der Stadt Cloppenburg zur Initiative „Seebrücke“? Schreiben Sie uns an red.cloppenburg@nwzmedien.de.

Mareike Wübben Volontärin, 3. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
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