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NWZonline.de Region Cloppenburg Politik

Wohin mit dem Jugendtreff in Cloppenburg?

07.11.2019

Cloppenburg Seit fast zwei Jahren wird im Sozialausschuss diskutiert, wie es mit dem geplanten offenen Jugendtreff in Cloppenburg und der dafür vor über einem Jahr eingestellten Sozialarbeiterin Nicole Gebel weitergehen soll. Noch sind die Räumlichkeiten, die im Mehrgenerationenpark für die Jugendlichen geplant sind und von ihnen mitgestaltet werden sollen, nicht bezugsfertig. In der Ausschusssitzung am Dienstag überlegten die Ratsmitglieder deshalb, wie eine Übergangslösung bis zur Fertigstellung Ende 2020 aussehen könnte.

SPD-Mitglied Andreas Borchers merkte an, dass der offene Jugendtreff eigentlich schon seit 2018 fertig sein sollte. Damit Sozialarbeiterin Gebel mit ihrer Arbeit richtig beginnen kann, schlug er als Übergangslösung vor, bis zur Fertigstellung des Jugendtreffs die Räumlichkeiten des BV Cloppenburg im Stadion zu nutzen. „So könnte man bereits im Winter starten“, sagte Borchers. Das Angebot solle sich vor allem an Jugendliche zwischen 13 und 15 Jahren richten, da diese besonders Gefahr liefen, in ein kriminelles Milieu abzurutschen.

Ratsmitglied Olaf Vocks (CDU) fragte konkret bei der anwesenden Sozialpädagogin Daniela Weinert vom Jugendtreff der Roten Schule nach, ob diese sich die Räume des BVC als Übergangslösung überhaupt vorstellen könne. Weinert bejahte dies: „Auch wenn der Jugendtreff noch nicht fertig ist, haben wir keine Zeit verloren. Nicole Gebel hat sich bei den Jugendlichen bereits bekannt gemacht. Um diese Bekanntheit zu nutzen, braucht sie aber einen Raum. Der BVC wäre erstmal ein Anfangspunkt.“

Besonders ärgerlich sei, dass es immer wieder Lösungsvorschläge gebe, die dann doch nicht umgesetzt werden würden. So war der erste Plan für die Überbrückungszeit, Container als Raumersatz aufzustellen. Ende April 2019 rückte die ehemalige Hausmeisterwohnung hinter dem alten Lehrschwimmbecken ins Visier. Da diese jedoch zu klein ist, verwarf man auch diese Idee wieder. Man sei auf der Suche nach „einer Übergangslösung für die Übergangslösung“, sagte Vocks, während Stefan Riesenbeck (SPD) darauf hinwies, dass im Vereinsheim alles für einen offenen Jugendtreff vorhanden sei.

Bürgermeister Wolfgang Wiese betonte, dass nicht alle gefassten Pläne innerhalb eines Jahres umsetzbar seien. Andere Projekte stünden auf der Prioritätenliste noch vor der Fertigstellung des Jugendtreffs. Deshalb sei es zu Verzögerungen gekommen. Von der Lösung, die Räume des BVC übergangsweise zu nutzen, zeigte Wiese sich angetan. Die Frage sei, ob sich die Pächter des Vereinsheims dies auch vorstellen könnten. „Die Wege zum BVC sind nicht weit. Das Gespräch bekommen wir in diesem Jahr noch hin“, versprach Wiese. Gleichzeitig betonte er, dass es sich nicht um eine endgültige Lösung für den Jugendtreff handeln könne.

„Jim“ soll der noch nicht fertiggestellte Jugendtreff im Mehrgenerationenpark heißen. Dies verkündete Sozialarbeiterin Nicole Gebel am Dienstag im Sozialausschuss. Für Jugendliche zwischen zwölf und 20 Jahren soll der Treff eine feste Anlaufstelle werden.

Damit die Räume den Bedürfnissen der Jugendlichen entsprechen, sprach Gebel vorweg mit ihnen und verteilte Fragebögen, um zu erfahren, was Jugendliche sich von dem Jugendtreff wünschen. So sollen neben dem Gemeinschaftsraum auch zwei Cliquenräume entstehen, die die Jugendlichen für ein halbes Jahr mieten – natürlich ohne Geld zu zahlen. Auch über Öffnungszeiten wurde bereits diskutiert. Montags soll das „Jim“ geschlossen und dafür an einem Samstag im Monat geöffnet haben. Die genauen Zeiten seien noch verhandelbar.

 Den Antrag, dass sich die Sozialarbeiterin an öffentlichen Orten auch um Müll und Lärm kümmern soll, zog SPD-Mitglied Andreas Borchers zurück. Der Ausschuss einigte sich stattdessen darauf, dass Gebel gezielt öffentliche Treffpunkte von Jugendlichen aufsuchen soll, um diese aktiv in ihre Arbeit einzubinden. Mit zwei Enthaltungen wird diese Beschlussempfehlung an den Rat weitergegeben.

Svenja Gabriel-Jürgens Volontärin, 2. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
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