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NWZonline.de Region Cloppenburg Politik

Cloppenburger Kreishaus schon wieder zu klein

02.10.2019

Cloppenburg Obwohl es erst vor fünf Jahren zum ersten Mal erweitert worden ist, soll das 25 Jahre alte Cloppenburger Kreishaus nun ein zweites Mal vergrößert werden. Bereits kurz nach der Einweihung der ersten Erweiterung hätten sich schon wieder Platzprobleme offenbart, sagte Landrat Johann Wimberg (CDU) am Montag bei einem Pressegespräch.

Wie viele Arbeitsplätze sollen entstehen?

Auf einer Grundfläche von 5500 Quadratmetern sollen im zweiten Erweiterungsbau auf rund 3500 Quadratmetern Büroflächen entstehen. Bei dieser Planung fänden im Jahr 2030 insgesamt 413 Beschäftigte im Bestandsgebäude, 84 im ersten Erweiterungsbau und 181 im noch zu bauenden zweiten Anbau Platz. Um die Kreisbehörde weiterhin an einem Standort zu bündeln und im hinteren Bereich keine Parkplätze zu überbauen, solle der neue Erweiterungsbau – so Wimberg – nach vorne zur Eschstraße hin entstehen. Die Büros sollen künftig 19,7 und nicht mehr 18,5 Quadratmeter groß sein. Das beschloss der Kreistag am Dienstagabend einstimmig.

Warum gibt es zwei Erweiterungen zeitlich so dicht aufeinander?

Das vor 25 Jahren eröffnete Kreishaus sei seinerzeit sehr großzügig geplant worden, so Wimberg. Es habe in den Folgejahren also etliche räumliche Reserven gegeben. Der erste Erweiterungsbau sei dagegen „auf Kante“ gebaut worden. Diesmal wolle man großzügiger planen, um auf einen größeren Platzbedarf vorbereitet zu sein.

  Deshalb sollten – das beschloss der Kreistag ebenfalls am Dienstag – die Festsetzungen im Bebauungsplan größtmöglich ausgeschöpft werden. Nicht benötigter Raum solle zunächst vermietet werden, hieß es.

Wie kann das Bestandsgebäude besser genutzt werden?

Das Planungsbüro Angelis&Partner (Oldenburg) hat bei Workshops mit Vertretern der Kreismitarbeiter ein Konzept diskutiert, das unter anderem den Ausbau des Dachgeschosses vorsieht. Somit könnte die Zahl der Arbeitsplätze durch das Projekt „Phase null“ von 317 auf 413 im Hauptgebäude steigen.

Warum steigt der Raumbedarf eigentlich ständig?

Etliche Mitarbeiter des Hauses – so Wimberg – arbeiten in Teilzeit und das vor allem vormittags. Eine Anordnung, die Teilzeitarbeitsplätze auch mehr auf den Nachmittag zu verteilen und somit Arbeitsplätze doppelt nutzen zu können, sei rechtlich nicht durchsetzbar. Der öffentliche Dienst habe – so Wimberg – im Hinblick auf die Vereinbarkeit von Familie und Beruf Vorbildcharakter. „Jeder Mitarbeiter kann sich seine Teilzeit selbst aussuchen.“

Zudem sei eine doppelte Nutzung von Arbeitsplätzen bislang kaum erfolgt, weil auf den Computern die personenbezogenen Daten von jeweils nur einem Mitarbeiter gespeichert werden konnten. Deshalb wolle man – erklärte Wimberg – künftig (mehr) so genannte Cloud-Arbeitsplätze schaffen. Hier könne ein PC von mehreren Mitarbeitern genutzt werden.

Was soll der zweite Erweiterungsbau kosten?

Zu den Kosten – so Erster Kreisrat Ludger Frische – könne und wolle die Kreisverwaltung noch keine Angaben machen. Bei der derzeitigen Boom-Lage am Bau sei es nicht seriös, Jahre im voraus konkrete Zahlen zu nennen. Zu Baubeginn höhere Zahlen würden häufig als Kostensteigerungen wahrgenommen. Man wolle nun erst einmal den Architektenwettbewerb 2020 starten. Diesen hatte der Kreistag am Dienstag auch einstimmig beschlossen.

Für die Übergangszeit – das billigte der Kreistag ebenfalls einstimmig – sollen Container gekauft und möglichst auf dem Gelände der Kreisverwaltung oder in unmittelbarer Nähe aufgestellt werden.

Carsten Mensing Cloppenburg / Redaktion Münsterland
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