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NWZonline.de Region Cloppenburg Politik

„Dippser“ stehen vor schwierigen Wahlen

26.07.2019

Dippoldiswalde Am 1. September wird in Sachsen ein neuer Landtag gewählt. Auch in Bösels Partnerstadt Dippoldiswalde, kurz: Dipps, gibt es derzeit fast kein anderes Thema. Das war vor 29 Jahren nicht anders, als die Böseler die Partnerschaft begründeten. Tausende Arbeiter hatten in dem industriell stark entwickelten Land oft die Sozialdemokraten gewählt. In der Weimarer Republik herrschte hier immer die SPD. Bis 1945 war Sachsen die wirtschaftlich stärkste Region Deutschlands. Dann kamen die Reparationen, dann der Sozialismus.

Vor und zwischen den Volkskammerwahlen im März 1990 und den Stadtratswahlen im Mai 1990 in Dipps gab es dann unzählige Begegnungen. So erkundete eine Busladung von Handwerkern und Unternehmern – an der Spitze unter anderem Detlef Strutz, Franz Meyer und Heinz Bünger – die Stadt und die Betriebe; Landwirte tauschten sich aus. Und als der Böseler Rat mit großer Entourage ausgerechnet am 8. März – dort in der Noch-DDR wurde mit großer Begeisterung der „Internationale Frauentag“ gefeiert – eintraf, rettete Luzia Fennen als einziges weibliches Mitglied wenigstens so ein klein wenig die Böseler Ehre.

Die Wahlen ergaben Siege der „Allianz für Deutschland“ oder der CDU, was eigentlich gleichbedeutend war. Mit der Stadtratswahl und der Vereidigung des CDU-Bürgermeisters Günter Beyer war die Auflage des Rates erfüllt, dass die Partnerschaftsurkunde erst nach freien Wahlen unterschrieben werden sollte.

Jetzt standen die Landtagswahlen an. Termin: 14. Oktober 1990. Im Landtagswahlkampf fuhr die Böseler CDU nach Dipps. Auf dem Marktplatz stieg Aloys Gelhaus auf einen Ackerwagen und warb leidenschaftlich für Demokratie und die junge Kandidatin Andrea Hubrich.

Die CDU gewann noch deutlicher – auch dank des Ministerpräsidenten Kurt Biedenkopf, einem Westimport.

Beim Festakt zur 800-Jahr-Feier von Dipps 2018 sitzt ein politisches Quartett vor dem Niedersachsen Sound Orchester im Konzert, das die politischen Veränderungen spiegelt. MdB Frauke Petry, sie gewann den Wahlkreis bei der Bundestagswahl, für die AfD (heute Blaue Partei), MdB Dr. André Hahn von den Linken, MdL André Barth für die AfD und Andrea Dombois, früher Hubrich, für die CDU.

Heute ist Sachsen nicht mehr rot wie in längst vergangenen Zeiten und auch nicht mehr CDU-Land. Westsachsen ist zwar noch schwarz, Ostsachsen aber blau – AfD-Land. Im Stadtrat sitzen fünf AfD-Mitglieder. Die neue Partei wird der CDU bei der Landtagswahl am 1. September laut Umfrage mindestens 26 der 60 Wahlkreise abnehmen. Ein paar Wahlkreise wird auch Die Linke laut Prognose gewinnen. Michael Kretschmer hatte sein Bundestagsmandat bei der Wahl 2017 an Timo Chrupalla verloren. Der war einst in der Jungen Union auch mit Kretschmer befreundet und hatte die CDU gewählt. 2017 trat er für die AfD an.

Mit beiden Parteien – AfD und Linke – will Kretschmer nach der Landtagswahl nicht koalieren. Der bisherige Koalitionspartner SPD könnte einstellig werden. Wenn Linke und AfD zusammen bei 50 Prozent landen, wäre ohne diese beiden Parteien nach mathematischen Grundsätzen keine Regierungsbildung möglich.

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