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NWZonline.de Region Cloppenburg Politik

Deutsche Kriegsgräberfürsorge: Einsatz für gefallene Soldaten

23.01.2015

Bösel 2578,82 Euro haben die 34 Sammlerinnen und Sammler der Oberschule für den Volksbund Deutscher Kriegsgräberfürsorge im vergangenen Jahr gesammelt. Dafür erhielten sie am Donnerstagmorgen Urkunden aus den Händen von Gerhard Höffmann, Vorsitzender des Ortsverbandes Bösel des Volksbundes, sowie Marco Wingert, Schulreferent beim Volksbund für den Bezirk Weser-Ems. „Das ist kein Rekordergebnis“, sagte Gerhard Höffmann, „aber ein gutes“, das noch immer über dem in anderen Kommunen liege.

In Bösel machen sich seit 1980 alljährlich die Achtklässler auf den Weg, um für die Kriegsgräberfürsorge zu sammeln. Einen besonderen Dank sprach Gerhard Höffmann dafür Schulleiter Herbert Bley aus, für den es die letzte Sammlung war. Bley wird – wie berichtet – im Sommer in den Ruhestand verabschiedet. „Ihr seid lauter kleine Vorbilder“ sagte Bley an die Schüler gerichtet und erinnerte an einen Pflegeeinsatz an Kriegsgräberstätten, an dem er mit Schülern der Oberschule teilgenommen hatte. Er regte die Schüler an, die Teilnahme an so einem Workcamp doch einmal mit den Klassenlehrern zu diskutieren. „Wenn ihr Euch dafür entscheidet, werde ich gerne mitfahren – auch wenn ich dann schon Rentner bin“, so Bley.

Marco Wingert erläuterte, dass noch immer rund eine Million Soldaten aus dem Zweiten Weltkrieg vermisst seien und gesucht würden. In vielen Familien gebe es auch 70 Jahre nach dem Ende des Krieges Ungewissheit. Er bedauerte sehr, dass die Arbeit in der Ostukraine wegen des dortigen Kriegs derzeit ruhen müsse. Wichtig sei die Arbeit des Volksbundes auch unter dem Bildungsaspekt, so Wingert, nämlich, um die Folgen von Krieg zu zeigen. Wingert: „Ukraine und Syrien sind gar nicht so weit weg.“

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Gerhard Höffmann erinnerte an das Ende des Zweiten Weltkriegs, das er selbst erlebt hatte. Im Garten der Familie seien zwei Soldaten begraben gewesen, die später umgebettet worden waren. Höffmann erinnerte an die Angriffe auf Bösel im April 1945. Die Böseler hatten Schutz im Moor gesucht – so auch die Familie Höffmann. Aus der Ferne mussten sie zusehen, wie ihr Haus niederbrannte.

Reiner Kramer stv. Redaktionsleitung Cloppenburg/Friesoythe / Redaktion Münsterland
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