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NWZonline.de Region Cloppenburg Politik

Glaube: Gremium für wichtige Impulse in der Kirche

22.02.2018

Elisabethfehn /Reekenfeld Die evangelischen Christen aus Elisabethfehn und Reekenfeld werden in ein paar Wochen wieder einmal zur Wahlurne gerufen: Am Sonntag, 11. März, findet nach sechs Jahren die nächste Gemeindekirchenratswahl in den evangelisch-lutherischen Kirchengemeinden statt. Doch wie funktioniert die Wahl überhaupt und wer darf wählen? Zusammen mit Pastor Thomas Perzul beantwortet die NWZ die wichtigsten Fragen.

Was ist der Gemeindekirchenrat?

Der Gemeindekirchenrat ist das ehrenamtliche Gremium einer jeden Kirchengemeinde. „Nicht der Pastor, sondern der Gemeindekirchenrat bestimmt die Schwerpunkte und Themen der Gemeinde. Das Gremium hat weitreichenden Einfluss – auch auf liturgische Abläufe des Gottesdienstes“, sagt Pastor Thomas Perzul.

Wie und wann kann ich wählen?

Wahltag in beiden Kirchengemeinden ist Sonntag, 11. März. Nach einem Familiengottesdienst um 11 Uhr ist das Wahllokal im Martin-Luther-Haus geöffnet – in Reekenfeld ist das Gemeindehaus ebenfalls nach dem Konfirmandengottesdienst für die Wahl geöffnet. Wählen kann jeder evangelische Bürger bis 18 Uhr. „Ganz wichtig: man kann ab 14 Jahren wählen. Wir haben uns extra das Konfirmationsalter ausgesucht, da auch die Jugendlichen dann kirchenmündig sind und so auch wählen können sollten“, so Perzul.

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Neben der Wahl am Wahltag ist auch eine Briefwahl möglich. Diese kann bis zum 6. März in den Kirchenbüros beantragt werden.

Wie viele Kreuze kann ich machen?

In der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Elisabethfehn besteht der Rat aus insgesamt acht Mitgliedern – in Reekenfeld aus vier. 13 Personen stehen in Elisabethfehn und sechs in Reekenfeld zur Wahl. „Jeder Wähler hat bei uns sechs Stimmen. Doch es können natürlich auch weniger Stimmen vergeben werden“, so Perzul.

Wie ist der Wahltag aufgebaut?

In beiden Gemeinde ist am Wahltag viel los. „Wir haben extra einen Familiengottesdienst vorher angesetzt, damit möglichst viele Eltern und Kinder sich bei uns treffen. Es wird im Martin-Luther-Haus ein Mittagessen – leckere Suppe und Bratwurst vom Grill – sowie Kaffee und Kuchen geben. Alle sollen einen gemütlichen Tag mit uns verbringen können“, so Perzul. Auch in Reekenfeld ist jeder zu einem Kirchencafé nach dem Gottesdienst eingeladen.

Wie kann man zur Wahl kommen?

„Für alle, die es aus eigener Kraft nicht zur Wahl oder zum Wahlcafé schaffen, wird ein Fahrdienst eingerichtet“, freut sich der Pastor. Dafür kann man sich unter Telefon  04499/320 melden.

Die Kandidaten

In Elisabethfehn stellen sich insgesamt 13 Kandidaten zur Wahl. Hier die Kandidaten im Überblick: Michael Beckmann, 46 Jahre, Metallbauer Rebecca Biedebach, 23 Jahre, Erzieherin Cornelius van Deest, 81 Jahre, Rentner Alide Horstjann, 67 Jahre, Rentnerin Arne Kämpgen-Harms, 52 Jahre, Grafik-Designer Mariechen Murra, 69 Jahre, Heilpraktikerin Sonja Feldema, 49 Jahre, Pharmazeutisch-technische Assistentin Ute Grüneburg, 54 Jahre, Hausfrau Hanna Harders, 68 Jahre, Rentnerin Bernhard Schaal, 60 Jahre, Lehrer Thomas Schwarz, 57 Jahre, Tischler Günter Streppel, 74 Jahre, Rentner Christine Tinnefeld, 53 Jahre Hausfrau

In Reekenfeld stellen sich insgesamt sechs Personen zur Wahl. Hier die Kandidaten im Überblick: Andy Heißenberg, 39 Jahre, Zimmermann Marcel Machatzke, 36 Jahre, Monteur Gunda Wernke, 58 Jahre, Bürokauffrau Janina Helms, 43 Jahre, Einzelhandelskauffrau Anne Marcussen, 47 Jahre, Pädagogin Alfred Hülper, 57 Jahre, Zimmermeister

Die Kirchengemeinden in Elisabethfehn und Reekenfeld gehören dem Kirchenkreis Ammerland der evangelisch-lutherischen Kirche in Oldenburg an. Die Gemeinde in Reekenfeld ist die kleinste Gemeinde im Kirchenkreis und hat sich erst 1980 als eigene Gemeinde von der in Elisabethfehn getrennt. Die Mitgliederzahl in Reekenfeld beträgt ungefähr 1460, in Elisabethfehn sind es 4000.

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Heiner Elsen Friesoythe / Redaktion Münsterland
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