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NWZonline.de Region Cloppenburg Politik

Auszeichnung: Emstek ehrt Ärztepaar und Geistlichen

24.08.2016

Emstek Auf Anregung des Vorsitzenden des Heimatvereins Emstek, Markus Meckelnborg werden am Sonnabend, 27. August, 14 Uhr, die Straßennamenschilder „Dr.-Richard-Straße“ und „Dr.-Große-Wietfeld-Straße“ im Rahmen einer Feierstunde in Emstek offiziell enthüllt. Treffpunkt ist die Verbindung zur Franz-Vorwerk-Straße.

Dass ausgerechnet Dr. Kurt und Adelheid Richard mit dieser Geste geehrt werden sollen, hat einen guten Grund: Jahrzehnte sorgten die beiden Mediziner für die Gesundheit der Emsteker, scheuten keine Mühen, sich für ihre Patienten einzusetzen.

Kurt Richard wurde am 26. Mai 1913 in Papenburg geboren, er studierte in Kiel und Düsseldorf und lernte dort seine spätere Frau Adelheid Breuer kennen, die am 20. Mai 1913 in Korschenbroich geboren wurde. 1940 heiratete das Paar, Kurt Richard wurde als Arzt zum Militär nach Norditalien eingezogen, Adelheid Richard arbeitete in Goldenstedt, bevor sie 1941 für die Gemeinde Emstek dienstverpflichtet wurde. Dort musste die junge Medizinerin die gesamte ärztliche Versorgung stemmen. Die Anfahrt zu den Patienten, so wusste der Heimatverein zu berichten, gestaltete sich oft schwierig. Nicht selten musste Adelheid Richard mit Pferd und Wagen abgeholt werden oder mit dem Rad zu Patienten eilen.

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Nach Ende des Krieges blieb die Ärztin im Amt, arbeitete mit den Franziskus-Schwestern und Hebamme Johanna Lüsse im Team. Als ihr Mann Kurt Ende 1945 aus Kriegsgefangenschaft zurückkehrte, baute sich das Paar eine Praxis auf, in der sie ein Labor einrichteten und als erste in der Region auch ein Röntgengerät anschafften, so der Heimatverein.

Sieben Tage die Woche waren die zwei Ärzte für die Emsteker im Einsatz. Erst später siedelten sich weitere Mediziner an, dann folgte der Bau des Krankenhauses (1955).

Neben ihrem couragierten Einsatz für die Menschen vor Ort gründete das Paar auch eine Familie und bekam sechs Kinder. Im Ruhestand zogen sie nach Dinklage. Dr. Kurt Richard starb am 14. Juli 1998 in Steinfeld, seine Frau am 22. Februar 2002. Beerdigt wurden sie in Emstek.

Die zweite Ehrung durch einen Straßennamen soll Franz Heinrich Große-Wietfeld (1893 bis 1958) zuteil werden. Der Geistliche zog als Kind im Jahr 1906 mit seiner Familie nach Emstek, als sein Vater die Genossenschafsmolkerei in Mühle und die Bäckerei in Emstek erwarb. Am 21. Mai 1921 empfang Franz Heinrich Große-Wietfeld die Priesterweihe, später studierte er kanonisches und römisches Recht. Die Wissenschaft war sein Steckenpferd, er forschte viel und machte sich einen Namen. Gleichzeitig ließ er sich zum kirchlichen Anwalt ausbilden und führte Ehenichtigkeitsprozesse. Im Zweiten Weltkrieg zog er von Münster zurück nach Emstek. Am 4. Dezember 1958 starb er bei einem Verkehrsunfall.

Anuschka Kramer Redakteurin / Redaktion Leer
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