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NWZonline.de Region Cloppenburg Politik

Erstwähler nutzen ihre Chance

28.01.2008

FRIESOYTHE Sarah John (19), Insa Litmathe (18) und Michael Meißner (19) hatten am Sonntag Premiere – zumindest auf Landesebene. Als Erstwähler waren sie wie ihre Altersgenossen aufgerufen, über die Zusammensetzung des niedersächsischen Landtags zu entscheiden. Ob sie zur Wahl gehen, daran bestand für alle drei nie ein Zweifel: „Dieses Grundrecht will ich einfach wahrnemen“, sagt Michael, der zusammen mit Sarah und Insa seine Stimme im Wahllokal Grüner Hof abgab.

Der allererste Urnengang war es für die drei am Sonntag allerdings nicht. Schon vor gut einem Jahr hatten sie ihre Stimme bei der Kommunalwahl abgegeben. Doch eine Landtagswahl ist schon etwas anderes, findet Sarah: „Man hat diesmal viel mehr im Radio und im Fernsehen gehört und so natürlich auch viel mehr vom Wahlkampf mitbekommen“, sagt die 19-Jährige.

Den Wahlkampftrubel erlebten die Gymnasiasten höchst unterschiedlich: Während Michael die geballten Aktionen zumindest nicht als störend empfand, hatte sich Insa irgendwann dafür entschieden, „das ganze einfach zu ignorieren“ und sich mehr auf die Argumente der Parteien und Kandidaten zu konzentrieren. Denn auch bei Insa, Sarah und Michael fiel die Entscheidung nicht erst in der Wahlkabine: „Das stand schon vorher ziemlich fest, weil man sich schon seine Gedanken macht“, sagt Insa.

Um an ihre Informationen zu kommen, welche Partei ihre Interessen am besten vertritt zeigten sich die drei und ihre Altersgenossen sehr engagiert: Neben dem Internet, wo die Erstwähler den so genannten Wahl-o-maten nutzten, der die eigenn Vorstellungen mit den Parteiprogrammen vergleicht, klickten sich die jungen Bürger zum Teil auch direkt durch die Wahlprogramme. Darüber hinaus nutzten die Schüler des Albertus-Magnus-Gymnasiums in Friesoythe auch die Gelegenheit, in ihren Politikkursen über die Wahl zu diskutieren.

Und gerade hier zeigte sich, wie differenziert auch und vielleicht gerade die Erstwähler sich über ihre Stimme Gedanken machten. Während die einen zum Beispiel die unzähligen Wahlplakate an den Straßenrändern als inhaltslos und überflüssig empfanden, sahen die anderen in ihnen eine gute Gelegenheit, die Kandidaten besser kennen zu lernen.

Die allermeisten holten sich ihre Informationen aus dem Internet, der Zeitung, dem Radio und dem Fernsehen, während andere sogar den Wahlkampfauftritt von Angela Merkel in Cloppenburg verfolgten.

Doch Wahlkampf hin oder her – am Ende waren für die Erstwähler vor allem die Argumente ausschlaggebend: So war für die Gymnasiasten das Thema Studiengebühren sehr viel interessanter als die Debatte um das Jugendstrafrecht, die viele für ein aufgebauschtes Wahlkampfthema hielten.

Bei einer Frage liegen die Erstwähler um Michael, Insa und Sarah sogar ganz vorne: Im Politikkurs der beiden jungen Frauen lag die Wahlbeteiligung bei mehr als 90 Prozent – im Wahlkreis nur bei knapp 53 Prozent.

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