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NWZonline.de Region Cloppenburg Politik

Familien wollen Flüchtlinge aufnehmen

19.09.2015

Cloppenburg Bereits 15 Familien aus dem Kreis Cloppenburg haben sich als potenzielle Pflegefamilien beim Jugendamt des Landkreises angemeldet. Das gab Kreis-Sprecher Frank Beumker am Freitag auf NWZ -Nachfrage bekannt und bewertete das Interesse als „große Resonanz“. Darüber hinaus hätten sich etliche Familien aus den umliegenden Landkreisen gemeldet, die ebenfalls gern junge Flüchtlinge aufnehmen würden. „Da es ausländerrechtlich schwierig ist, uns zugeteilte Flüchtlinge in anderen Kreisen unterzubringen, haben wir diese Familien an die Jugendämter ihrer Kreisverwaltungen verwiesen“, erläuterte Beumker.

Wie berichtet, muss das Jugendamt ab Januar 2016 etwa 40 bis 60 minderjährige unbegleitete Flüchtlinge unterbringen. Überwiegend wird es sich wohl um männliche Jugendliche im Alter von 14 bis 17 Jahren handeln.

Was die jungen Flüchtlinge betrifft: „Sie sind wahnsinnig stolz, angekommen zu sein, wollen lernen, einen Job finden und ihre Familien nachholen“, so Hildegard Wübben-Siefer vom Jugendamt des Landkreises Cloppenburg. Sprich: Die Motivation der Jugendlichen, die sich ohne familiäre Unterstützung von Syrien, Somalia, Afghanistan oder dem Irak bis nach Deutschland durchgeschlagen haben, ist hoch.

Anforderungen an Pflegeeltern

Anforderungen an die Pflegeeltern aus dem Landkreis Cloppenburg: mindestens Hauptschulabschluss, gesicherte wirtschaftliche und wohnliche Verhältnisse, keine Bezug von ALG II, Vorlage eines erweiterten Führungszeugnisses, ärztliche Bescheinigung, dauerhafte Aufenthaltsgenehmigung, gute Deutschkenntnisse.

Alle Pflegeeltern werden in Schulungen auf ihre Aufgabe vorbereitet, unter anderem über Rechte und Pflichten der Jugendlichen oder interkulturelle Kompetenzen informiert.

Unterstützung bekommen die Pflegeeltern durch den Allgemeinen Sozialdienst, den Pflegekinderdienst und den Vormund (Behörde).

Die finanziellen Zuschüsse belaufen sich unter anderem für einen 17-Jährigen auf rund 950 Euro, abzüglich Kindergeld. Eine Erstausstattung wird finanziert.

Informationen erhalten Interessierte bei Aloys Hilgefort, Telefon   0 44 71/1 52 91, und Mechtild Penning, Telefon   0 44 71/1 53 14, vom Jugendamt des Kreises. Dort werden auch die Anmeldungen für einen unverbindlichen Info-Abend am Montag, 5. Oktober, 18 Uhr, im Kreishaus, Eschstraße 29 in Cloppenburg, entgegengenommen.

Ob die Pflege- und Bereitschaftspflegefamilien Ehepaare, gleichgeschlechtliche Lebenspartner oder auch Singles sind, Kinder haben oder nicht, das ist egal, erwartet werden genügend Platz für die Unterbringung des Jugendlichen, genügend finanzielle Mittel, Konfliktfähigkeit und Belastbarkeit sowie die Bereitschaft, sich auf Werte und Normen anderer Kulturen einzulassen.

Mindestens ein Mitglied der Familie – ob nun Vater, Mutter oder auch Großmutter – sollte für den Jugendlichen da sein und ihn im Alltag unterstützen, so etwa bei Schul- und Sprachkursbesuchen, der Wahrnehmung von Terminen oder auch bei der Freizeitgestaltung. Die Pflegeeltern müssen mindestens einen Hauptschulabschluss und eine dauerhafte Aufenthaltsgenehmigung vorweisen, ein erweitertes Führungszeugnis vorlegen, gute Deutschkenntnisse haben und dürfen keine Bezieher von ALG II sein. Als Vorbereitung auf die Aufgabe sind Schulungen geplant, darüber hinaus bleibt das Amt im Kontakt mit den Familien, und auch eine finanzielle Unterstützung ist sicher.

Weitere Informationen erteilen Aloys Hilgefort, Telefon   0 44 71/1 52 91, und Mechtild Penning, Telefon   0 44 71/1 53 14, vom Jugendamt des Landkreises Cloppenburg. Bei ihnen erfolgt auch die Anmeldungen für den unverbindlichen Info-Abend am Montag, 5. Oktober, um 18 Uhr, im Kreishaus, Eschstraße 29 in Cloppenburg. ->

Anuschka Kramer
Redakteurin
Redaktion Westerstede
Tel:
04488 9988 2602

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