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NWZonline.de Region Cloppenburg Politik

Hängepartie um Kita-Standort geht weiter

19.10.2018

Friesoythe Noch immer ist nicht klar, an welchem Standort in Friesoythe eine städtische Kindertagesstätte gebaut werden soll. Bereits Anfang September wurde der Vorschlag der Stadtverwaltung, die Kita unter Einbeziehung des ehemaligen Saunagebäudes an das Aquaferrum zu bauen, von der CDU/FDP-Fraktion abgelehnt. Jetzt sprach sich die CDU auch gegen den Standort „Burgwiese“ an der Thüler Straße aus. Stattdessen soll jetzt ein Areal am Nussbaumweg in den Fokus genommen werden. Auf dem Gelände befindet sich derzeit ein Spielplatz.

Fünf Vorschläge

Die Stadtverwaltung hatte den Ratsmitgliedern des Ausschusses für Jugend, Sport, Kultur und Freizeit am Mittwochabend auf der Sitzung im Rathaus am Stadtpark fünf mögliche Standorte vorgestellt und im Vorfeld einer Bewertung unterzogen.

Dabei kam heraus, dass die „Burgwiese“ am besten geeignet sei. Hier könne zeitnah mit dem Bau begonnen werden. Die verkehrliche Anbindung sei gut und das Umfeld attraktiv. Außerdem habe es bereits gute Gespräche mit dem SV Hansa Friesoythe gegeben, der den Platz als Trainingsgelände nutzt. So könne zunächst ersatzweise der Sportplatz an der Realschule mit Flutlicht ausgestattet werden. So hätte man bis zum Winter 2019 Zeit, eine Lösung zu finden. Diese müsste auch noch mit dem Reit- und Fahrverein Friesoythe gefunden werden, der den Platz alle zwei Jahre zu Turnierzwecken nutzt. Bislang hat es noch keine Gespräche gegeben, was der Vereinsvorsitzende Theo Vahle auf der Sitzung auch bemängelte.

Laut der Bewertungsliste folgten die Standorte Baugebiet Galgenberg, Baugebiet Mückenkamp und ein Grundstück beim Tennisplatz.

Am schlechtesten schnitt das besagte Grundstück am Nussbaumweg im Baugebiet Hexenberg ab. Dort gibt es keine Zuwegung, der Spielplatz müsste verlegt werden auf eine Fläche, die es bislang nicht gibt, einen geschützten Baumbestand gibt es auch, und ein Bau wäre vor 2020 aus bauleitplanerischer Sicht nicht möglich, führte die Stadtverwaltung Gründe gegen dieses Areal aus.

„Das ist eine geeignete Fläche“, ist CDU-Ratsherr Bernd Wichmann dennoch überzeugt. Schließlich gebe es im nordwestlichen Teil der Stadt mit dem Christophoruskindergarten nur eine Einrichtung, alle anderen befänden sich im Südosten. Und da nicht jede Familie über zwei Autos verfügen würde, müsste eine Kita auch zu Fuß oder mit dem Rad erreichbar sein. Daher sei er für eine Kita im oberen Teil der Stadt.

Er forderte die Verwaltung auf, die Eigentumsverhältnisse zu klären und ein Gespräch mit der Unteren Naturschutzbehörde wegen der Bäume zu führen. Da der Mietvertrag für die Übergangslösung am Scheefenkamp noch bis Mitte 2020 läuft, habe man ja auch keinen Druck. „Die einfachste ist nicht immer die beste Lösung. Wir müssen mit Bedacht entscheiden“, sagte Wichmann.

Die Ausführungen des CDU-Ratsherrn ließen den SPD-Ratsherrn Heinz Lübbers nach eigenem Bekunden sprachlos werden, er legte dann aber doch los: „Was sich hier abspielt, hätte ich nicht gedacht. Ich kann das Verhalten der CDU/FDP-Fraktion in keiner Weise nachvollziehen.“ Er halte die Diskussion um den Standort für „katastrophal“, denn man habe mit dem Areal an der Thüler Straße einen optimalen Standort. Und er kam zu dem Schluss: „Ich bin der Überzeugung, dass die CDU/FDP keine Kita will.“

Ähnlich sah es auch Bürgermeister Sven Stratmann. „Wir drehen uns im Kreis, und ich habe das Gefühl, dass Sie gegen eine städtische Kita sind. Haben Sie den Arsch in der Hose und geben uns endlich einen klaren Auftrag“, richtete er sich an die CDU/FDP-Fraktion. Er wundere sich zudem, dass er keine Argumente gegen den Standort Burgwiese gehört habe, sich die CDU aber dagegen ausspreche.

FDP/SPD für Burgwiese

Da noch einige Fragen zum Standort Nussbaumweg offen seien, beantragte Bernd Wichmann, den Vorschlag der Stadtverwaltung ohne Beschluss an den Verwaltungsausschuss weiterzuleiten. Dieser tagt am kommenden Mittwoch in nichtöffentlicher Sitzung. Doch zur Abstimmung kam sein Antrag erst gar nicht, denn zuvor wurde über den Beschlussvorschlag mit der Burgwiese an erster Stelle abgestimmt. Und da FDP-Ratsherr Andreas Tameling gemeinsam mit den Stimmen der SPD für die Empfehlung der Stadt gestimmt hatte und sich CDU-Ratsfrau Silke Diekhaus enthielt, reichten die restlichen fünf Gegenstimmen der CDU nicht aus.

Da Ausschüsse aber nur empfehlen und nicht entscheiden können, kann diese Abstimmung eher als Stimmungstest gesehen werden. Schlussendlich stimmt der Verwaltungsausschuss oder der Stadtrat ab.

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Carsten Bickschlag Redaktionsleitung Friesoythe / Redaktion Münsterland
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