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NWZonline.de Region Cloppenburg Politik

Stadt muss tiefer in die Tasche greifen

10.08.2018

Friesoythe Noch gar nicht so lange her ist die Gesetzesänderung: Ende Juni hat die Große Koalition im niedersächsischen Landtag die Beitragsfreiheit für Kindergärten beschlossen. Nur sechs Woche später ist das Gesetz bereits in Kraft getreten. Dadurch fallen in Niedersachsen für die Betreuung von Kindern von drei Jahren bis zur Einschulung seit dem 1. August keine Elternbeiträge für Kindergärten mehr an. Dies gilt für bis zu acht Stunden pro Tag an fünf Tagen in der Woche. Die Beitragsfreiheit gilt natürlich auch für Friesoythe. Doch was hat das für Auswirkungen?

„Für eine Betreuung, die darüber hinausgeht, wird wahrscheinlich eine einheitliche Pauschale zu entrichten sein“, vermutet Marina Meemken, Mitarbeiterin bei der Stadt Friesoythe. „Die Satzung über die Erhebung von Kindergartengebühren der Stadt Friesoythe muss noch angepasst werden.“

Darüber, wie dies am besten umzusetzen sei, berät der Ausschuss für Jugend, Sport, Kultur und Freizeit in seiner nächsten Sitzung. Diese findet statt am Montag, 3. September, ab 18 Uhr.

Um die fehlenden Elternbeiträge auszugleichen, habe das Land den Personalkostenzuschuss von bisher 20 auf nun 55 Prozent erhöht. „Erste Berechnungen der Stadt haben gezeigt, dass diese Finanzierung nicht ausreichen wird“, sagt Meemken. Die Kommune werde also ebenfalls Mehrausgaben haben.

In den Kindergärten in Friesoythe, Gehlenberg, Neuscharrel, Markhausen und Altenoythe sind alle Plätze belegt, wenige Plätze seien noch im Zwergenhaus Kampe und im Kindergarten St. Martin Thüle sowie in den Friesoyther Nachmittagsgruppen vorhanden.

Im vergangenen Jahr gab es zunächst zu wenig Betreuungsplätze für Kinder in Friesoythe, die Eltern erhielten Briefe mit Absagen. Das Haus für Kinder Scheefenkamp bildet daher im Moment noch eine Übergangslösung mit 43 Plätzen, um kurzfristig den steigenden Bedarf decken zu können.

„Damit sind langfristig 664 Plätze in Friesoythe vorhanden“, so Meemken. Notwendig seien 750 Plätze – fehlen also im Moment noch 86. Um das aufzufangen, plant die Stadt Friesoythe einen Neubau, in dem drei Kindergartengruppen untergebracht werden können. „In einer Kindergartengruppe können grundsätzlich 25 Kinder aufgenommen werden.“ Der Neubau bietet also 75 neue Kindergartenplätze. Darüber hinaus soll ein Anbau am Kindergarten Don Bosco mit 25 Kindergartenplätzen erfolgen.

Ausnahmen bilden sogenannte Kleingruppen: Bis zehn Kinder können betreut werden. „Eine Integrationsgruppe hat Platz für 14 ,Regel-Kinder’ und für vier Kinder mit Förderbedarf“, erklärt Meemken.

Manuela Wolbers
Volontärin, 1. Ausbildungsjahr
NWZ-Redaktion
Tel:
0441 9988 2003

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