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NWZonline.de Region Cloppenburg Politik

Neue Kita wird auf der Burgwiese gebaut

02.05.2019

Friesoythe Fast zwei Jahre hat die politische Diskussion gedauert, jetzt ist eine Entscheidung gefallen. Die neue städtische Kindertagesstätte wird auf der Burgwiese in Friesoythe gebaut. Vorausgegangen war ein seit 2017 offener und mitunter heftiger Disput zwischen der CDU/FDP-Mehrheitsfraktion und der Stadtverwaltung sowie SPD-Fraktion. Doch auf der Ratssitzung am Montagabend wurde die Standortfrage tatsächlich gelöst – mit überraschend eindeutigem Ergebnis.

Nur zwei Gegenstimmen

21 Ratsmitglieder inklusive Bürgermeister stimmten für den Kita-Bau an der Straße „Hinter der Burgwiese“. Sieben Personen, alle CDU, enthielten sich, zwei stimmten dagegen (Gerd Stratmann und Bernd Wichmann, beide CDU). Somit kann mit ganz konkreten Planungen begonnen werden. Gebaut werden soll für rund zwei Millionen Euro eine Kindertagesstätte mit drei Kindergartengruppen und zwei Krippengruppen.

Da die Burgwiese ohnehin saniert werden muss (das Areal wurde vor Jahrzehnten als Müllhalde genutzt, außerdem soll sich unter der Erde eine Weltkriegsbombe befinden), soll auf der Burgwiese nicht nur die Kita entstehen, sondern auch ein Multifunktionsplatz, auf dem unter anderem das regelmäßige Reitturnier des Reit- und Fahrvereins stattfinden könnte.

Ganz ohne Debatte ging es kurz vor der Abstimmung aber auch am Montagabend nicht. Wirklich neue Argumente oder Erkenntnisse gab es jedoch nicht. SPD-Fraktionsvorsitzende Renate Geuter erinnerte nochmals an den Zeitdruck, den man habe, und wie dringend eine Lösung benötigt werde. Im Interesse der Kinder und der Eltern, aber auch im Interesse der Außendarstellung der Stadt, die laut Geuter durch die langwierige Stadtortdiskussion Schaden genommen habe.

Dr. Matthias Lamping (CDU) betonte, dass er nach wie vor Vorbehalte gegen den Standort habe und sich eine bessere räumliche Verteilung der Kitas im Stadtgebiet („Friesoythe wird in Richtung Mehrenkamp wachsen.“) gewünscht hätte, man sich aber mit den Gegebenheiten anfreunden müsse. Daher stimme er für die Burgwiese.

Standorte wie etwa ein Gelände am Nussbaumweg seien keine Alternativen zum Standort Burgwiese, sagte Melanie Buhr (SPD). Der jetzige Standort sei mit der unmittelbaren Nähe zum Stadtpark „perfekt“ für eine neue Kita.

Das sah Bernd Wichmann (CDU) als vehementer Gegner der Burgwiese erwartungsgemäß anders. „Ich sehe hier keine Nachhaltigkeit. Welche Kinder sollen die Kita 2030 besuchen“, fragte er sich angesichts der Alternativen Don-Bosco-Kindergarten, Fröbelhaus, Caritas-Kita und „Haus für Kinder“ Grüner Hof im direkten Umfeld. Er hätte sich ein Areal nördlich von Kirchstraße/Grüner Hof gewünscht, um auch im oberen Teil der Stadt eine wohnortnahe Unterbringung der Kinder zu gewährleisten. Mit dem Nussbaumweg habe es eine andere Option gegeben. Wichmann ist nach wie vor überzeugt: „Bei gutem Willen hätte es einen Standort im Norden gegeben.“

Kleiner Eklat

Neben dem Austausch altbekannter Argumente gab es obendrauf noch einen kleinen Mini-Eklat. Vor der Abstimmung wollte die Erste Stadträtin Heidrun Hamjediers anhand einer Präsentation nochmals den langwierigen Entscheidungsprozess aufzeigen. Doch abgestimmt wurde, bevor sie zur Erläuterung ansetzen konnte. Das wollte sie dann nach der Abstimmung nachholen. Das ist nicht üblich, aber durchaus möglich. Zumindest, wenn sich die Ratsmitglieder einig sind. Die SPD hätte nichts dagegen gehabt, die CDU sehr wohl. Wichmann: „Wir sehen darin keinen Gewinn.“ Also musste sich die Erste Stadträtin unverrichteter Dinge wieder setzen.

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Carsten Bickschlag Redaktionsleitung Friesoythe / Redaktion Münsterland
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