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NWZonline.de Region Cloppenburg Politik

Rheuma-Liga braucht neues Bad

09.11.2019

Friesoythe Im Bewegungsbad im St.-Marien-Krankenhaus in Friesoythe herrscht reger Betrieb. Mitglieder der Friesoyther Rheumaliga sind darin regelmäßig aktiv. Das tut bei ihrer Erkrankung gut. Doch wie lange noch können sie die Warmwassergymnastik genießen, die für erkrankte Menschen zu einer therapeutisch wichtigen Säule gehört?

Mit dem geplanten Neubau am Krankenhaus wird das Therapiebecken Geschichte. Dass es aktuell überhaupt noch genutzt werden kann, ist ein Verdienst der Friesoyther Arbeitsgemeinschaft der Rheuma-Liga, die rund 10 000 Euro in die Technik (Wärmetauscher) investiert hat. Doch die Uhr tickt unerbittlich weiter. Sollten irgendwelche technischen Defekte an der Anlage auftreten, dann ist von heute auf morgen Schluss.

Daran ließ der Geschäftsführer des St.-Marien-Hospitals, Bernd Wessels, keinen Zweifel. 2018 habe es noch einmal eine umfangreiche Instandsetzung der Räume gegeben. „Das war aber die letzte Maßnahme“, so Wessels. „Es darf also nichts passieren“, sagen Marianne Stammermann und Heinz Reiners von der Rheumaliga. Wenn doch, „dann stehen wir auf der Straße“, denn derzeit gebe es keine Alternative. Es gibt keine Ausweichmöglichkeiten.

Veraltete Technik

Die Friesoyther Rheumaliga zählt mit rund 1000 Mitgliedern zu den größten Vereinen im Stadtgebiet. Rund 900 Männer und Frauen in 30 Gruppen nutzen täglich zwischen 9 und 21 Uhr das Bewegungsbad. Doch wer sich genau in den Räumlichkeiten und im Technikkeller umschaut, der sieht, dass das Bad in die Jahre gekommen und in keiner Weise mehr den heutigen Anforderungen entspricht. Es fehlt beispielsweise an vernünftigen Umkleidekabinen und Duschen. Männer und Frauen sind nicht getrennt. Teilweise wird sich im Aufenthaltsraum umgezogen.

Geschäftsführer Wessels stellte klar, dass das Krankenhaus kein Geld mehr in das marode Bewegungsbad stecken werde. Die Wirtschaftlichkeit sei nicht gegeben. „Wir sind eine der wenigen Einrichtungen, die überhaupt noch ein Bad haben. Wir können nur hoffen, dass bis Ende 2021 noch alles glatt läuft. Dann ist Ende, denn im Sommer 2021 wird mit dem Neubau des Bettenhauses begonnen.“

Sowohl Reiners als auch Stammermann, die auf die kooperative Zusammenarbeit mit Wessels hinweisen, haben Verständnis für diese Entscheidung. „Nun ist die Stadt Friesoythe gefragt. Stadtverwaltung und Politik wissen um das Problem. Es wäre schön, wenn wir erfahren könnten, ob es anvisierte Möglichkeiten am Aquaferrum geben kann“, so Reiners und Stammermann. Sie fordern die politischen Verantwortlichen auf, sich des Themas konkret anzunehmen. „Wir sind der größte Sportverein im Stadtgebiet. Andere Vereine werden auch für ihre Vorhaben nach den Sportförderrichtlinien unterstütz“, sagt Reiners.

Rheumaligamitglieder haben einen Brandbrief an Bürgermeister Sven Stratmann gerichtet. Darin heißt es: „Schade, dass die Bauherren und verantwortlichen Entscheider zum Zeitpunkt des Baus des Aquaferrums nicht in der Lage waren, einen Blick in die Zukunft zu richten und sinnvollere Entscheidungen zu treffen.“ Sie fordern ein den Anforderungen angepaßtes Bewegungsbecken.

Debatte um Standort

Dem steht Bürgermeister Sven Stratmann auch positiv gegenüber. Er hatte schon öfter den Bau eines Therapiebeckens am Aquaferrum in Verbindung mit dem Bau einer neuen Sporthalle ins Spiel gebracht – und zwar links vom Bad. Das Problem: Die CDU-Mehrheitsfraktion im Friesoyther Stadtrat unterstützt zwar den Bau eines Bewegungsbecken, allerdings lieber direkt hinter dem ehemaligen Saunagelände. Ein konkreter politischer Beschluss ist aber nicht getroffen worden.

Betreiberin des Aquaferrums ist die Wirtschaftsbetriebe Stadt Friesoythe GmbH. Geschäftsführerin ist Heidrun Hamjediers und diese hat nach eigenen Angaben bereits einen Auftrag vom Aufsichtsrat, in die Planung zu gehen. Doch bevor sie die benötigte Architektenleistung ausschreiben könne, müsse sie erst den genauen Standort kennen, sonst mache es keinen Sinn, sagte sie. Ein Gutachter prüfe gerade beide Standorte. Danach hofft sie auf eine konkrete politische Entscheidung.

Carsten Bickschlag Redaktionsleitung Friesoythe / Redaktion Münsterland
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