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Arabische Klänge faszinieren Schüler in Friesoythe

08.11.2018

Friesoythe Rund 30 Schülerinnen und Schüler der Heinrich-von-Oytha-Schule stehen in einem Kreis um Ahed Nofal. Sie klatschen rhythmisch, stimmen „Hejo, spann den Wagen an“ und lassen es durch Schnipsen, Stampfen und Springen dazu regnen und donnern. Die Schüler treffen Ahed Nofal an diesem Dienstagnachmittag zum ersten Mal. Das Musikstück hat der syrische Musiker zuvor nicht mit ihnen eingeübt, auch Anweisungen gab er nicht. Und dennoch funktioniert’s. „Musik verstehen alle. Da braucht man nichts zu übersetzen. Das ist die Sprache des Friedens“, sagt Ahed Nofal.

Im Rahmen des „Welcome Board“, eine vom Land Niedersachsen geförderte Initiative zur Unterstützung von geflüchteten und immigrierten Musikschaffenden, stattete der Musiker den Altenoyther Schülern sowie der Ludgeri-Schule in Friesoythe einen Besuch ab – um sein Heimatland und die Oud, ein arabisches Saiteninstrument, vorzustellen. In Syrien arbeitete Nofal als Anwalt und Sozialarbeiter, setzte sich für Frauenrechte und politische Gefangene ein, denen er ehrenamtlich Rechtsbeistand leistete.

Vor drei Jahren kam er aus Damaskus nach Deutschland. „Meine Oud ist mit mir geflüchtet“, sagt er lächelnd. Dabei kam der 31-Jährige erst spät zur Musik: Mit 20 fing er an, Oud zu spielen, Berufsmusiker wurde er erst in Deutschland. Er hätte auch versuchen könne, als Anwalt hier zu arbeiten, sagt er. „Aber das würde länger dauern. Durch die Oud konnte ich mich schneller und besser integrieren.“ Bis vor kurzem hat er als Bundesfreiwilligendienstleistender für Welcome Board gearbeitet. Nun fokussiert er sich auf sein Musikstudium an der Universität Hildesheim und Projekte mit anderen Musikern. Für Welcome Board tingelt er nach wie vor durch Niedersachsen, um, so das Ziel des Projekts, „gelebte Offenheit gegenüber Musik und Menschen aus anderen Regionen der Welt“ zu fördern.

Die Schüler der Heinrich-von-Oytha-Schule jedenfalls lauschen gebannt dem orientalischen Klang der arabischen Laute und den Erklärungen des Musikers zu seiner Herkunft. Über die „einmalige Chance“, einen syrischen Musiker mit seiner Oud an der Schule begrüßen zu dürfen, freute sich der stellvertretende Schulleiter Tim Schülke.

Nathalie Meng Volontärin, 2. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
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