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NWZonline.de Region Cloppenburg Politik

Sein Herz schlägt für linke Politik – und Fußball

06.10.2017

Friesoythe Bayern München oder Werder Bremen? Im Zweifel würde er sich wohl eher für Werder Bremen entscheiden. Doch fußballtechnisch ist Martin Menzen im Oldenburger Land wohl eher als Exot zu bezeichnen. Sein Herz schlägt blau-weiß – als geborener Bochumer hängt er an seinem VfL. „Ich nutze die Dauerkarte so oft es geht“, sagt der 23-Jährige, der die Strecke von Friesoythe in das Revier vermutlich schon auswendig kennt.

Doch sein Herz schlägt nicht nur für Fußball – auch die Politik hat es dem jungen Friesoyther angetan. Als Direktkandidat der Partei „Die Linke“ tritt er für den Wahlkreis 66 Cloppenburg-Nord, zu dem neben dem Nordkreis Cloppenburg auch Garrel, Großenkneten und Wildeshausen zählen, zur niedersächsischen Landtagswahl am 15. Oktober an. „Schon immer habe ich mich für Politik interessiert. Wenn man mit den aktuellen politischen Verhältnissen nicht zufrieden ist und etwas ändern will, muss man sich auch aktiv einbringen und Verantwortung übernehmen“, sagt Menzen.

Schon bei der Kommunalwahl im vergangenen Jahr ließ sich der 23-Jährige als parteiloser Kandidat auf der SPD-Liste für den Friesoyther Stadtrat aufstellen. „Damals war mir aber schon klar, dass meine politische Heimat bei den Linken ist“, sagt Menzen, der es 2016 aber nicht in den Stadtrat geschafft hat. Wichtig sind ihm besonders die Themen öffentlicher Nahverkehr, Grundwasserschutz und Pflegeversorgung.

Beruflich schlug Menzen technische Wege ein. Nach dem Abitur am Friesoyther Albertus-Magnus-Gymnasium zog es ihn in seinen Geburtsort Bochum – dort studierte er Physik. „Schnell hab ich aber gemerkt, dass mir das Studieren nicht so liegt“, so Menzen. Nach einem Bundesfreiwilligendienst bei der Caritaswerkstatt in Altenoythe ging es mit einer Ausbildung zum Feinwerkmechaniker weiter.

In seiner Freizeit bleibt er dem Fußball treu. Beim SV Hansa Friesoythe ist Menzen ehrenamtlich als Jugendtrainer aktiv. „Die Arbeit mit den Kindern ist oft anstrengend, aber immer ein Highlight der Woche“, sagt der 23-Jährige.

Diese drei Ziele möchte ich für meinen Wahlkreis erreichen

1. Eines der für mich wichtigsten Themen in unserem Landkreis ist der Ausbau des ÖPNV. Für Jugendliche, die ins Kino, shoppen oder einfach jemanden besuchen wollen, für jemanden der ohne Pkw verreisen möchte, oder für alle diejenigen, die sich kein Auto oder keinen Zweitwagen leisten können oder wollen, muss es eine Alternative zum Auto geben. Sowohl die angebotenen Linien als auch die Anzahl an Bussen, die auf bestehenden Strecken eingesetzt werden, müssen ausgebaut werden.

2. Wichtig ist für mich auch der Grundwasserschutz. In diesem Gebiet tickt die Uhr gegen uns, und es gilt, schnell effektive Schutzmaßnahmen zu ergreifen, um sicherzustellen, dass wir auch in Zukunft noch auf gutes Trinkwasser vertrauen können.

3. Abschließend möchte ich mich für die Sicherstellung der Krankenversorgung und die Bekämpfung des Pflegenotstandes einsetzen. Krankenhäuser dürfen auch bei uns in der Region nicht geschlossen werden. Vor allem im Bereich Altenpflege gibt es ein wachsendes Loch bei der Personalabdeckung. Pflegeberufe müssen besser bezahlt und wieder attraktiver gemacht werden, um Menschen für diese wichtigen Berufe zu gewinnen.

Hier hat meine Partei Unrecht

Ein Punkt, bei dem ich mit meiner Partei noch nicht auf einer Linie bin, ist das Bedingungslose Grundeinkommen. Die massiven Veränderungen, die in den nächsten Jahren auf uns in der Arbeitswelt durch die Digitalisierung zu kommen, werden ein BGE zur Notwendigkeit machen, denn Digitalisierung ist nicht nur schnelles Internet, sondern auch der Wegfall vieler Arbeitsplätze durch Rationalisierung.

So werbe ich um Stimmen

So oft es geht, bin ich an unseren Infoständen aktiv und suche das Gespräch mit den Wählerinnen und Wählern. Natürlich ist dieser Wahlkreis massiv von der CDU dominiert, aber selbst hier sind die Verhältnisse nicht mehr so deutlich wie noch vor wenigen Jahren.

Häufig stelle ich fest, dass es wohl Zustimmung für unsere Positionen und Lösungsvorschläge gibt, aber immer noch Berührungsängste mit der Partei vorhanden sind. Diese Ängste versuche ich den Menschen im persönlichen Gespräch zu nehmen.

Dafür sollte das Land kein Geld mehr ausgeben

Es sollte keine vom Land geförderte Rüstungsforschung mehr geben. Niedersachsen sollte ein Vorreiter für den Frieden, nicht für neue Rüstungsprojekte seien.

Mein Traumjob in der Landesregierung

Sollte es zu einer Linken Regierungsbeteiligung kommen, wäre ich am liebsten dort im Einsatz, wo ich meine Kernthemen umsetzen kann. Vor allem also im Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr.

Heiner Elsen Friesoythe / Redaktion Münsterland
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