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NWZonline.de Region Cloppenburg Politik

Diskussion um „Eisenstadt“

08.09.2018

Friesoythe Vor rund acht Jahren startete die Stadt Friesoythe die Marketingoffensive „Eisenstadt“. „Es geht darum, der Stadt ein unverwechselbares und authentisches Profil zu geben“, sagte Johann Wimberg damals. Er war zu dieser Zeit Bürgermeister und trieb dieses Projekt, das auf dem geschichtlichen Fundament Friesoythes gründet, damals maßgeblich voran.

Schnell fand dieses Profil viele Freunde. Es gab aber auch ebenso viele Bürger, vor allem aus den umliegenden Ortschaften, die der „Eisenstadt“ nichts abgewinnen konnten. Das ist bis heute so. Jetzt kommt noch hinzu, dass der aktuelle Bürgermeister Sven Stratmann dieses Profil zwar mitträgt, aber nicht in der Dominanz der vorangegangenen Jahre. Das brachte ihm vor allem im Nachgang des Eisenfestes 2016 viel Kritik ein, auch von den Kaufleuten der Stadt.

Daher bat der Verwaltungschef im Februar 2017 den Handels- und Gewerbeverein (HGV) Friesoythe schriftlich um eine Einschätzung des Profils und auch um Vorschläge, wie ein Konzept aussehen könnte.

Anfang der Woche, also anderthalb Jahre später, beschäftigte sich der HGV mit der Anfrage. Wie berichtet, steht der HGV nach wie vor zu dem Eisenstadt-Profil. Kritisiert wurde, dass die Stadt das Logo auf den Briefköpfen und auf Flyern nicht mehr verwenden würde. Außerdem stellten sie an die Stadt die Forderung, ein Marketingkonzept zu erstellen und am Begriff „Eisenstadt“ festzuhalten.

Anfrage nicht „plötzlich“

Diese Aussagen wiederum irritiert nun die Stadtverwaltung. „Es wurde mehrfach beim vorherigen Vorstand um Beantwortung des Schreibens gebeten. Es war nicht so, dass die Stadtverwaltung oder der Bürgermeister jetzt ,plötzlich’ mit dem Anliegen gekommen ist“, teilte Erste Stadträtin Heidrun Hamjediers in einem Schreiben an die NWZ am Freitag mit. Die Stadtverwaltung begrüße es ausdrücklich, dass das Thema nun aufgegriffen worden sei.

Dass das Logo nicht mehr auf Briefbögen der Stadt stehe, sei aber nicht richtig. Nur der persönliche Briefbogen des Bürgermeisters sei nicht mit einem Logo versehen – und war es nach ihren Angaben auch noch nie.

„Kaum Aktivitäten“

Passend zu dieser Diskussion stellte die SPD-Fraktion am Freitag einen Antrag an die Stadt Friesoythe. „Bei den Bürgerinnen und Bürgern und den Vereinen im gesamten Stadtgebiet hat diese Marketingidee bisher wenig Resonanz gefunden, es gab kaum private oder gewerbliche Aktivitäten zur Etablierung des Themas Eisenstadt“, teilt Fraktionsvorsitzende Renate Geuter in dem Antrag mit. Außerdem müsse man mit Blick auf die Schuldenlast der Stadt personelle und finanzielle Initiativen der Stadt Friesoythe im Werbe- und Marketingbereich auf ihre Wirkung hinterfragen.

Die SPD beantragt unter anderem, vor einer Weiterführung eventueller Werbe- und Marketingaktivitäten zum Thema „Eisenstadt“ eine ergebnisoffene Befragung der Bürger, Vereine und Institutionen im gesamten Stadtgebiet auf den Weg zu bringen, um zu erfragen, ob eine Fortsetzung der Werbestrategie „Eisenstadt“ mehrheitlich unterstützt und für finanziell notwendig gehalten werde. Und ob es eigene Überlegungen und Aktivitäten der Befragten zur Weiterführung der Marketingstrategie „Eisenstadt“ gebe, und wenn ja, welche?

Carsten Bickschlag
Redaktionsleitung Friesoythe
Redaktion Münsterland
Tel:
04491 9988 2900

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