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NWZonline.de Region Cloppenburg Politik

Schmiedegildetag In Friesoythe: Mehr als ein Marketing-Gag

02.12.2019

Friesoythe Klein, aber fein war die Gästeschar, die am Samstagabend in Friesoythe den diesjährigen Schmiedegildetag feierte. Schon seit 2004 hat die Stadt durch die Aufnahme in den Ring der Europäischen Schmiedestädte die Bedeutung ihrer Eisen- und Schmiedegeschichte untermauert. In Anlehnung an diese Tradition, die schon im 16. und 17. Jahrhundert bestand, wurde der für die Stadt so bedeutende geschichtsträchtige Tag mit einer ökumenischen Andacht im Stadtpark bei der Friedensglocke eröffnet.

Gestaltet wurde die Andacht durch Diakon Eckehard Drees. Beim anschließenden Empfang im Kulturzentrum „Alte Wassermühle“ hob Bürgermeister Sven Stratmann noch einmal hervor, dass Friesoythe auf eine große Schmiedetradition zurückblicken könne. Doch bei allem Blick auf die Tradition dürfe man nicht das „Heute“ aus den Augen verlieren.

„Die Stadt Friesoythe ist zur Zeit auf einem sehr guten Weg. Allerdings müssen wir in einigen Punkten noch nachlegen. So können wir die Akzeptanz der Stadt noch steigern“, so Stratmann. Letztlich gehe es um Marketing, darum, noch mehr Gäste und Besucher in die Stadt zu holen.

„Noch 1980 gehörte Friesoythe zu den Armenhäusern in Deutschland, niemand sehnt sich diese Zeit zurück“, meinte Professor Uwe Meiners in seinem Festvortrag zum Thema „Chancen regionaler Kultur – Friesoythe im Oldenburger Münsterland“. Heute, 40 Jahre später, stehe man vor anderen Herausforderungen. Nicht die Sicherung von Arbeitsplätzen, sondern Klimaschutz, demografischer Wandel, Zuwanderung, nitratfreies Wasser seien die Themen. Professor Meiners stellte klar, dass ein Schmiedegildefest kein bloßer Marketing-Gag sei, sondern eine glaubwürdige Anbindung an die Kultur und Geschichte vor Ort herstelle. „Es ist ein authentisches Alleinstellungsmerkmal.“

„Aber was hat ein Schmiedegildetag eigentlich mit Friesoythe zu tun?“, fragte der ehemalige Leiter des Museumsdorfes Cloppenburg. Es sei wohl die Einmaligkeit. Zumindest sei es das gewesen, als oberflächig anstehende Raseneisenerze abgebaut wurden und den ersten Schmieden eine Rohstoffgrundlage zur Verfügung stand und die Tradition der Eisenverarbeitung, speziell zu Sensen und Arbeitsgeräten, auch dann noch absicherte, als der Rohstoff vor Ort längst erschöpft war und von außen bezogen werden musste. Ein dörfliches Alleinstellungsmerkmal, das nicht nur historisch gepflegt, sondern künstlerisch geadelt werde durch einen Künstler wie Alfred Bullermann, der ein Treibriemen dafür geworden sei, so dass das Thema Eisen in Friesoythe Fuß gefasst und der Stadt zur Profilbildung verholfen habe.

Im Rahmen der Veranstaltung wurden die beiden Sportler der Taekwon Do-Abteilung der Handball-Spielgemeinschaft (HSG) Friesoythe, die Gebrüder Jonas und Maik Krieger, durch Friesoythes Bürgermeister mit der Urkunde und Sportmedaille in Gold der Stadt für Erfolge auf den Deutschen- und Europameisterschaften ausgezeichnet.

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