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NWZonline.de Region Cloppenburg Politik

Stadt setzt Zeichen der Versöhnung

09.11.2019

Friesoythe In ganz neuem Gewand wird sich der diesjähriger Volkstrauertag am Sonntag, 17. November, in Friesoythe zeigen. Nicht nur äußerlich, sondern auch inhaltlich.

Zurzeit wird am Kriegerdenkmal an der Bahnhofstraße noch fleißig gewerkelt. Der symbolische Ring ist bereits im Boden. „In den nächsten Tagen werden noch die großen Tafeln aufgestellt, auf denen die Namen der Gefallenen des ehemaligen Denkmals an der St.-Marien-Straße und des jetzigen zu sehen seien werden“, sagt Heidrun Hamjediers, Erste Stadträtin, im Gespräch mit unserer Zeitung. So wird den gefallenen Soldaten aus dem deutsch-französischem Krieg (1870-1871), dem Ersten Weltkrieg (1914-1918) und dem Zweiten Weltkrieg (1939-1945) jetzt an zentraler Stelle gedacht.

Doch es kommen noch weitere Namen dazu – von Sinti und Roma, die aus Friesoythe deportiert wurden, von jüdischen Bürgern, die vor der Nazi-Tyrannei geflohen sind und von kanadischen Soldaten, die in Friesoythe gefallen sind. „Natürlich haben die Kanadier in der Stadt sehr viel Leid angerichtet. Doch wir fanden es wichtig, dass auch diese Soldaten genannt werden, um so ein Zeichen der Versöhnung zu setzen“, sagt Hamjediers.

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Es geht um Menschen

Beginnen wird die Feier um 11.15 Uhr. Das Kolping Blasorchester Friesoythe spielt zum Auftakt. Danach wird Heidrun Hamjediers als Vorsitzende des Volksbundes deutscher Kriegsgräberfürsorge Ortsverband Friesoythe die Veranstaltung eröffnen. Nach Liedbeiträgen vom Frauenchor und Männergesangverein Friesoythe, Grußworten vom Bürgermeister Sven Stratmann und Diakon Heinz Wübben und der Kranzniederlegung ist die Projektgruppe des Albertus-Magnus-Gymnasiums an der Reihe. „Die Schüler haben sich intensiv mit dem Thema Krieg und den Kriegsgräbern auseinandergesetzt. Gleichzeitig wird auch von jeder Schule ein Kranz niedergelegt“, so Hamjediers weiter.

Das diesjährige Totengedenken wird von politisch engagierten Jugendlichen vorgetragen. Dabei handelt es sich um Mitglieder der Jungsozialisten (Jusos). „Sie tragen einen Text vor, der vom VDK vorgegeben wird“, berichtet die Erste Stadträtin. Damit ist Jonas Bickschlag, Vorsitzender der Jungen Union Altes Amt Friesoythe, nicht einverstanden. „Wir wollen nicht, dass der Volkstrauertag eine parteipolitische Prägung bekommt“, so Bickschlag. Der JU-Vorsitzende und Friesoyther Ratsherr moniert weiter, dass bei der Planungsveranstaltung im Juni die Jusos nicht anwesend waren.

Heidrun Hamjediers kann die Aufregung nicht verstehen. „Wenn unsere demokratischen Parteien an so einer Veranstaltung nicht teilnehmen dürfen, wo dann sonst?“, fragt sich Hamjediers. Ebenfalls betont sie, dass auch die Junge Union gefragt wurde, diese aber nicht wollte. „Die Ratsfraktionen legen seit Jahren gemeinsam einen Kranz nieder. Warum klappt dies nicht auch bei der Jugend?“, fragt Hamjediers weiter.

Zum Ende der Veranstaltung wird Architekt Michael Kramer das neue Ehrenmal erläutern.

Heiner Elsen Friesoythe / Redaktion Münsterland
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