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NWZonline.de Region Cloppenburg Politik

Ganz schön miese Frauenquote

16.09.2016

Cloppenburg Frauen sind im neuen Cloppenburger Stadtrat, der 38 Sitze umfasst, völlig unterrepräsentiert. Nur sechs Ratsmitglieder sind weiblich, die restlichen 32 männlich. Der Frauenanteil liegt bei mageren 15,8 Prozent, im Bundestag immerhin bei 36,5 Prozent. Im bisherigen Rat hatte das männliche Lager „nur“ 28 Mitglieder, während die Frauen immerhin zu Acht vertreten (22,2 Prozent) waren.

Warum sind so wenige Frauen im Rat?

In der vierköpfigen Fraktion der Unabhängigen sind die Hälfte Frauen (Jutta Klaus und Doris Hellmann). Ebenfalls zwei weibliche Ratsmitglieder (Gabriele Heckmann und Melanie Wedemeier) hat die CDU in ihren Reihen – die Fraktion ist mit 16 Mitgliedern allerdings viel größer. Vergleichsweise noch schlechter sieht es bei der SPD aus, Gloria Bachoco ist künftig die einzige Frau neben neun Männern. Viele Frauen scheuten die Dreifachbelastung mit Beruf, Familie und Politik, nannte UWG-Fraktionsvorsitzende Klaus einen für sie möglichen Grund. Da brauche es einen Partner, der die Ratsmitgliedschaft der Frau mittrage.

Wie heißen das älteste und jüngste Ratsmitglied?

Zudem ist Ratsarbeit offenbar eine Veranstaltung für ältere Leute: Gleich 13 gehören der Altersgruppe der 60 bis 69-jährigen an, während die 18- bis 29-Jährigen nur fünf Mann ins Rennen schicken. Jüngstes Ratsmitglied ist der duale Student Lukas Görner (CDU/Jahrgang 1995), während das älteste – nämlich Harry Lüdders (Bündnis 90/die Grünen) – im November runde 70 Jahre alt wird.

Frischen Wind verspricht die Zahl der neugewählten Ratsmitglieder. 20 alten Hasen stehen künftig 18 „Frischlinge“ gegenüber. Unter Letzteren befinden sich jedoch auch Politiker mit Erfahrung: so zum Beispiel Dr. Irmtraud Kannen (Bündnis 90/die Grünen), die künftig sowohl im Kreistag als auch im Stadtrat vertreten ist, und deren Kreistagskollege Stefan Riesenbeck (SPD), der bei der Bürgermeisterwahl 2014 dem Amtsinhaber Dr. Wolfgang Wiese knapp unterlag.

Betrachtet man den neuen Rat nach Berufsgruppen, haben Angestellte und Beamte bzw. Beschäftigte im öffentlichen Dienst mit jeweils zwölf Personen den größten Anteil. Es folgen die Selbstständigen (7) sowie die Rentner und Pensionäre (6). Lediglich ein Vertreter – nämlich der schon erwähnte Lukas Görner – gehört der Gruppe der Schüler, Studenten und Azubis an.

Wie können sich Einzelkämpfer organisieren?

Udo Anfang (Zentrum), Alexander Sonnenburg (die Linke) sowie Dr. Hermann Bergmann (Initiative Bürgerbündnis) sind als Einzelkämpfer in den Rat gewählt worden. Das Werben um die drei hat schon begonnen, gilt es doch für die größeren Fraktionen, in Form von Zusammenschlüssen oder Zählgemeinschaften die eigene Position weiter auszubauen. Dagegen sind die drei „Singles“ quasi gezwungen, sich um Allianzen zu kümmern, denn erst ab zwei Ratsmitgliedern hat man Fraktionsstatus. Nur so ist es möglich im Fachausschuss oder im vertraulich tagenden Verwaltungsausschuss mitzustimmen, statt nur mit zu diskutieren. Für einzelne Ratsmitglieder ohne Fraktionszugehörigkeit gibt es ein Stimmrecht nur im Rat.

Carsten Mensing Cloppenburg / Redaktion Münsterland
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