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NWZonline.de Region Cloppenburg Politik

Tierwohl-Label soll verbindlich werden

12.08.2019

Garrel /Ahlhorn Die diesjährige Sommertour starteten die Landtagsabgeordneten aus dem CDU-Landesverband, unter Vorsitz ihres Sprechers Karl-Heinz Bley aus Garrel, im Unternehmen Heidemark in Ahlhorn. Begleitet wurden Christoph Eilers, Jens Nacke und Dr. Esther Niewerth-Baumann von Vertretern des CDU-Gemeindeverbands Großenkneten.

Christopher Kalvelage, der seit Kurzem den Familienbetrieb führt, sowie Franz Heyer, Geschäftsführer für den Vertrieb, stellten die Heidemark-Aktivitäten vor, die zunehmend international ausgerichtet werden. Heidemark sei als einer der modernsten Schlachthöfe Europas mit einem eigens von ihnen entwickelten Veterinärkonzept Marktführer für die Putenvermarktung in Europa. Bereits seit 2010 gebe es die Heidemark-Initiative „Tierwohl“. Es werde ständig daran weitergearbeitet, das größtmögliche Tierwohl und die ökonomische Nachhaltigkeit in ein noch besseres Verhältnis zu bringen, so Kalvelage. Er forderte die Politiker auf, aktiv zu werden, was die Verbindlichkeit eines Tierwohl-Labels betreffe, denn nach wie vor existiere kein einheitliches Siegel. Tierwohl in Deutschland müsse markttauglich und bezahlbar sein. Eine Kennzeichnungspflicht sollte auch in der Gastronomie, Kantinen, Mensen etc. verpflichtend eingeführt werden.

Landtagsabgeordneter Bley sprach die Themen Fachkräfte, Zeitarbeit und Mindestlohn bei Heidemark an. „Heidemark zahlt deutlich über Mindestlohn in der Produktion“, so Kalvelage. Durch gezielte Fortbildungen für die Mitarbeiter sollen Perspektiven für junge Menschen geschaffen werden, um sie an den Betrieb zu binden.

Die Abgeordneten sehen Probleme bei den Zeitarbeitern, die nur drei Monate in Deutschland arbeiten. Hier sei noch Handlungsbedarf. Ein konkreter Vorschlag an Heidemark war, mehr Verantwortung gegenüber den Kommunen zu übernehmen, in dem ausländischen Arbeitnehmern etwa Dolmetscher oder mehrsprachliche Sozialarbeiter für Angelegenheiten beim Arzt, Kindergarten oder Schule zur Verfügung gestellt werden. Christopher Kalvelage sah dies als gute Anregung, die er gerne mit aufnehmen wolle.

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