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NWZonline.de Region Cloppenburg Politik

So soll es in Garrels Ortskern sicherer werden

30.01.2019

Garrel Erst am Montag ist es wieder passiert: Ein Lkw-Fahrer (40), der von der Hauptstraße auf die Petersfelder fahren wollte, übersah beim Abbiegen einen Fahrradfahrer (36), der die Kreuzung auf dem Radweg passieren wollte. Der Sattelzug erfasste den Radfahrer, der wurde leicht verletzt. Ein Unfall, der erneut unterstreicht, dass an der Kreuzung dringend etwas geschehen muss.

Täglich bis zu 12 000 Lkw und Pkw rauschen über die Hauptstraße in Garrel: Vor allem für schwächere Verkehrsteilnehmer wie Fußgänger oder Fahrradfahrer eine Gefährdung. Der Sanierungsbeirat für die Stadtsanierung und der Arbeitskreis Verkehr hatten sich in einer gemeinsamen Sitzung in der vergangenen Woche mit der Hauptstraße befasst und Empfehlungen ausgesprochen. Der Planungsausschuss hat am Montagabend daraus wegweisende Empfehlungen zur sicheren Gestaltung des Garreler Ortskerns an den Rat gegeben.

  Tempo 30

Auf der Hauptstraße (von der Böseler Straße bis in Höhe des Heidecenters) und der Petersfelder Straße (bis zur Abzweigung Thüler Straße) soll künftig eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 30 km/h gelten. Dadurch wird die Voraussetzung geschaffen, dass Fahrradfahrer auf der Straße fahren können.

  Radfahrer

Und das soll formal auch durch die Aufhebung der Radwege-Benutzungspflicht entlang der Hauptstraße und Petersfelder Straße ermöglicht werden.

Der bisherige kombinierte Geh- und Radwege wird künftig als reiner Gehweg ausgeschildert, erhält aber das Zusatzzeichen „Radfahrer frei“ – damit haben Fahrradfahrer die Wahlmöglichkeit. Dadurch versprechen sich Arbeitskreis und Fachausschuss eine höhere Akzeptanz in der Bevölkerung. „Das wird sicherlich ein Lernprozess sein“, urteilte auch Bauamtsleiter Ewald Bley.

Auch das Verkehrsgutachten des Planungsbüros Zacharias hatte Nutzungskonflikte zwischen Fußgängern und Fahrradfahrern ausgemacht, teilen sich doch bis zu 600 Radfahrer täglich mit Fußgängern den stellenweise engen Fuß- und Radweg. Zudem würden auf der Hauptstraße fahrende Radfahrer deutlich besser von Auto- oder Lkw-Fahrern wahrgenommen.

Matthias Looschen (CDU) äußerte „Bedenken“, Fahrradfahrer auf der Straße fahren zu lassen, er vertraue aber der Expertise der Verkehrskommission. Tobias Bohmann (SPD) betonte, man wolle Fahrradfahrer nicht zwingen, auf der Straße zu fahren.

Der Radsportclub Garrel fordert schon seit langem eine Freigabe für Fahrradfahrer. Dessen Vorsitzender Reinhard Meyer begrüßte auf NWZ-Nachfrage die Entscheidung des Ausschusses, die Lösung gehe ihm aber noch nicht weit genug. Ein Dorn im Auge sind ihm vor allem die Längsparkstreifen. Würden die wegfallen, gebe es mehr Platz.

Eine Gefährdung der Fahrradfahrer durch die Parkstreifen erkennt auch die Verkehrskommission des Landkreises und empfiehlt, die Parkstreifen zu entfernen und für Radfahrer und Fußgänger umzugestalten. Die Mitglieder des Arbeitskreises hingegen haben auch die Belange des Einzelhandels im Blick, für den die Parkstreifen wichtig seien.

So aber bleibt für einen optisch abgetrennten Schutzstreifen für Radfahrer kein Platz. Fahrradpiktogramme mittig auf der Straße sollen Autofahrer auf möglichen Fahrradverkehr hinweise.

  Ampeln an Kreuzungen

Kreisverkehre an der Petersfelder Straße und der Böseler Straße sind nach Ansicht des Arbeitskreises schwierig durchführbar und zudem teuer – Bauamtsleiter Bley rechnet mit Kosten von einer Million Euro pro Kreisel. Stattdessen sollen es Ampeln richten, die zeitnah aufgestellt werden könnten. Die Lösung habe sich während der Sanierung der B 72 schon bewährt. Vor den Ampeln sollen Linksabbiegespuren eingerichtet werden, um den Verkehrsfluss nicht zu behindern – für Autofahrer, die links in die Petersfelder Straße sowie links in die Böseler Straße fahren wollen. Dafür sind allerdings einige Umbaumaßnahmen erforderlich.

  weitere Querungen

Zwei Querungshilfen über die Hauptstraße sollen für weitere Sicherheit sorgen:
 Eine Dunkelampel soll in Höhe der Kaiforter Straße errichtet werden. Diese könnte auch von Schulkindern als Schulweg genutzt werden – und die Querung der Ampel in Höhe der Kirche merklich entlasten.
 Die Überlegungen für mehr Sicherheit im Bereich des Heidecenters: Fahrbahn verschwenken und eine Mittelinsel anlegen. Die ist auch in Höhe des Dorfparks auf der Petersfelder Straße geplant.

Die Verwaltung soll nun Gespräche mit Vertretern von Verkehrskommission, Straßenbauamt Lingen und Landkreis Cloppenburg als Straßenbaulastträger führen.

Reiner Kramer stv. Redaktionsleitung Friesoythe / Redaktion Münsterland
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